02 Oktober 2012, 14:44
Wieder Kloster in Jerusalem geschändet
 
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In Jerusalem ist in der Nacht zum Dienstag erneut ein Kloster mit antichristlichen Graffiti beschmiert worden. Unbekannte schrieben auf das Tor zum Franziskanerkloster auf dem Zionsberg "Jesus, Hurensohn" und "Price Tag"

Jerusalem (kath.net/KNA) In Jerusalem ist in der Nacht zum Dienstag erneut ein Kloster mit antichristlichen Graffiti beschmiert worden. Unbekannte schrieben auf das Tor zum Franziskanerkloster auf dem Zionsberg «Jesus, Hurensohn» und «Price Tag», wie Kirchenvertreter am Dienstag mitteilten. Die Polizei leitete laut israelischen Medienberichten eine Untersuchung ein.

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Die katholischen Bischöfe des Heiligen Landes verurteilten die Übergriffe am Dienstag scharf. Die als «Price Tag» (Preisschild) gekennzeichneten Vandalenakte seien charakteristisch für israelische Extremisten. Der Angriff sei «Teil unerträglicher Akte der Intoleranz in Israel und der Welt».

Die Bischöfe wiederholten ihre Forderung nach einer «radikalen Veränderung» des israelischen Bildungssystems, in dem Misstrauen und Intoleranz gelehrt würden. Zugleich zeigten sie sich zuversichtlich, dass die Schuldigen der «Price Tag»-Angriffe gefunden und einer gerechten Strafe zugeführt würden.

Seit Jahresbeginn wurden in Israel wiederholt Graffiti-Attacken auf christliche Orte sowie arabisch-jüdische Begegnungsstätten verzeichnet, zuletzt vor einem Monat auf das Trappistenkloster in Latrun. An einer baptistischen Kirche waren unter anderem Drohungen wie «Tod dem Christentum» und «Wir werden euch kreuzigen» zu lesen. Auch an einem nahe gelegenen griechisch-orthodoxen Kloster brachten Unbekannte hebräischsprachige Graffiti mit Drohungen wie «Tod den Christen» an. Ähnliche Parolen fanden sich auch an einer jüdisch-arabischen Schule in Jerusalem.


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