
Paderborn (kath.net)
Bernhard Mihm, ein Teilnehmer der umstrittenen „Dialog“-Tagung in Hannover, hat schwere Kritik an der Dialogtagung geübt. In einem Leserbrief in der „Tagespost“ teilte Mihm, der als Vertreter des „Forums Deutscher Katholiken“ eingeladen war, mit, dass er als Teilnehmer bei einem Gespräch über „Diakonia“ dabei war. Die Veranstaltung sei von Anfang bis Ende ein Tribunal über die Sexuallehre der Kirche, über die behauptete Diskriminierung der Frauen in der Kirche sowie über die Stellung der wiederverheirateten Geschiedenen gewesen. Damit sei die von Kardinal Schönborn angesprochene Selbstsäkularisierung der Kirche in Deutschland bereits bitter Realität geworden. „Man musste sich im Sinne des von Kardinal Schönborns zitierten österreichischen Kanzlers Kreisky schon als einer der ‚sehr religiösen Menschen‘ vorkommen, wenn man nicht in den Chor der beteiligten ‚Spitzenkatholiken‘ einstimmen wollte, die bei allen genannten Themenfelder nur am Mainstream der Gesellschaft Maß nehmen wollten und dieses Maß mit dem Schlagwort ‚Barmherzigkeit‘ gegen die überkommene Lehre der Kirche in Stellung brachten“.
Mihm schilderte dann, dass er ausgebuht wurde, als er meinte, auch in den Fragen um Ehe und Sexualität dürfe sich die Kirche nicht der Gesellschaft anpassen, sondern aus eigener Erkenntnis und damit aus der Wahrheit schöpfen. Mihm sprach von einer „Gegensatzbewegung“. „Und unsere Bischöfe? Mein Erlebnis beim Dialogforum ließ mich mit Blick auf die Deutsche Bischofskonferenz als Initiatorin dieses ‚Dialoges‘ betroffen und verstört an Goethes „Zauberlehrling“ denken!“
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