
Paris (kath.net/jg)
Die sozialistische französische Regierung plant, im Zuge der Ausweitung der Ehe auf gleichgeschlechtliche Paare die Begriffe „Vater“ und Mutter“ aus allen offiziellen Dokumenten zu streichen. An deren Stelle soll nur mehr das Wort „Eltern“ stehen.
Das gilt nicht nur für die zivilrechtliche Ehe, sondern für den gesamten Bereich des Zivilrechts. Der Gesetzesentwurf sieht vor, die Ehe als „Bund zweier Menschen verschiedenen oder gleichen Geschlechts“ zu definieren. Homosexuelle Paare sollen die gleichen Adoptionsrechte wie heterosexuelle erhalten. Der Gesetzesentwurf wird dem Kabinett am 31. Oktober vorgelegt.
Als die Pläne der Regierung bekannt wurden, riefen die französischen Bischöfe zum Gebet für die Familie auf. Papst Benedikt XVI. richtete einen dringenden Aufruf an den Episkopat Frankreichs. „Die Familie ist das Fundament des gesellschaftlichen Lebens. Sie ist bedroht, weil viele falsche Vorstellungen von der Natur des Menschen haben. Das Existenzrecht der Familie in der Gesellschaft zu verteidigen, ist nichts Rückwärtsgewandtes, sondern vielmehr prophetisch! Es geht nämlich um die Förderung jener Werte, die die volle Verwirklichung des Menschen betreffen“, sagte der Heilige Vater wörtlich beim Ad-limina-Besuch.
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