
Berlin (kath.net/KNA) Der Deutsche Presserat hat gegen die Zeitschrift «Titanic» wegen ihres Papst-Titels eine öffentliche Rüge ausgesprochen. Die Darstellung von Papst Benedikt XVI. als inkontinent und mit Fäkalien beschmiert sei entwürdigend und ehrverletzend, urteilte das Gremium bei seiner Sitzung am Donnerstag in Berlin. Insgesamt gingen 182 Beschwerden bei dem Presserat ein.
Zwar sei Satire die Freiheit, Kritik an gesellschaftlichen Vorgängen mit den ihr eigenen Stilmitteln wie Übertreibung und Ironie darzustellen, so der Presserat weiter. Im vorliegenden Fall sei die Grenze der Meinungsfreiheit jedoch überschritten worden. Ein Sachbezug zur Rolle des Papstes in der «Vatileaks»-Affäre sei nicht gegeben. Die Person Joseph Ratzinger werde von der Zeitschrift als «undichte Stelle» tituliert und durch die befleckte Soutane der Lächerlichkeit Preis gegeben. Dies sei nicht mehr von der Meinungsfreiheit gedeckt.
Die im Juli 2012 erschienene Titelbild der Satire-Zeitschrift zeigt den Papst mit gelb befleckter Soutane. Die Überschrift in Anspielung auf die «Vatileaks»-Affäre, bei der vertrauliche Dokumente aus der Umgebung des Papstes an die Öffentlichkeit gelangten, lautete: «Halleluja im Vatikan - Die undichte Stelle ist gefunden!» Auf der Rückseite der Zeitschrift ist der Papst von hinten zu sehen, seine Soutane ist braun befleckt.
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