
München (kath.net)
Der Münchner Stadtpfarrer Wolfgang Neidl übt schwere Kritik am "Kirchensteuer"-Dekret der Deutschen Bischöfe. Dies sei ein grandioser Schuss ins Knie – "und sollte Rom die Zustimmung gegeben haben, dann reicht dieser Schuss bis nach Rom". In einem Leserbrief in der Tagespost schreibt der Stadtpfarrer dann weiters: "Wie soll ich weiterhin den Taufeltern zukünftig erklären: Semel catholicus, semper catholicus? Die Taufe ein 'unauslöschbares Prägemal'"? Neidl kündigte an, dass er mit den Taufeltern darüber nicht mehr sprechen werde, sondern dass er ihnen sagen werde: "Katholisch ist ihr Kind oder der Jugendliche erst, wenn er den ersten Cent Kirchensteuer gezahlt hat." Neidl schreibt in dem Leserbrief auch, dass er bereits die ersten Ankündigungen erhalten habe, dass es weitere Kirchenaustritte geben werde. Er habe auch bereits früher Menschen, die ausgetreten sind, einen Brief geschrieben. "Ich musste nicht auf den Brief der Bischöfe warten. Etwas zu spät. Nochmal: Semel catholicus, semper catholicus. Wir können noch viel lernen."
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