25 September 2012, 10:30
Der 'Marsch für das Leben' und die manipulative Berichterstattung
 
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Dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk Berlin-Brandenburg waren die fast 3.000 Pro-Life-Demonstranten beim „Marsch für das Leben“ 31 Worte wert, die nur 100 Gegendemonstranten dagegen 79 Worte, beobachtete „Medrum“.

Berlin (kath.net/pl) Über die fast 3.000 Pro-Life-Demonstranten beim „Marsch für das Leben 2012“ vor dem Bundeskanzleramt (Foto) wurde im öffentlich-rechtlichen Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) mit nur 31 Worten berichtet. Mehr als doppelt so viel Platz (79 Worte) erhielten dagegen die nur 100 Gegendemonstranten. Darauf machte das christliche Nachrichtenportal „Medrum“ aufmerksam und kritisierte weiter, dass der RBB dann „exklusiv und unwidersprochen die Aussage der Grünen-Politikerin und frauenpolitischen Sprecherin Karoline Killat“ zitiert habe, wonach „die radikalen Abtreibungsgegner alle Frauen als gewissenlos diffamieren, die eine schwierige und persönliche Entscheidung getroffen haben“. Auch das einzige Foto zum Bericht unterstützte nach Einschätzung von „Medrum“ diese Tendenz, es zeige einen Gegendemonstranten, der ein Schild mit der Aufschrift „Gib Religion keine Chance“ hielt.

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„Medrum“ bemängelte weiter, dass im RBB-Bericht die Unterstützung des Anliegens der Veranstaltung durch namhafte Vertreter aus Politik und Kirche nicht erwähnt worden sei, obwohl der "Marsch für das Leben" tatsächlich durch den Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Hubert Hüppe; den Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder; den neue Präfekten der Römischen Glaubenskongregation, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller; den Berliner Kardinal Rainer Maria Woelki; den evangelische Bischof Markus Dröge von Berlin-Brandenburg sowie durch den Kölner Kardinal Joachim Meisner unterstützt worden war. Auch sei über dem ökumenische Abschlussgottesdienst, der unter anderen vom Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb, mitgestaltet wurde, nicht berichtet worden, so Medrum. Das christliche Nachrichtenportal urteilte: „Wer eine faire Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Medien erhofft hatte“, der müsse enttäuscht sein, „denn die Berichterstattung des Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) über diese Veranstaltung kann selbst bei Anlegen eines großzügigen Maßstabs nicht als angemessen, sondern eher als selektiv und manipulativ bezeichnet werden“.


kathTube-Kurzvideo: Marsch für das Leben in Berlin 2012 - Ein Großereignis ohne medialen Widerhall




Foto: (c) www.marsch-fuer-das-leben.de







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