24 September 2012, 09:30
Großbritannien: Bischöfliche Kritik an Eheberatungseinrichtung
 
Hildegard13
 
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Der erste Vorsitzende der Bischofskonferenz von England und Wales, Erzbischof Nichols, hat die Eheberatungseinrichtung „Marriage Care“ aufgefordert, sich im Umgang mit gleichgeschlechtlichen Paaren an die katholische Lehre zu halten.

London (kath.net) Vincent Nichols (Foto), Erzbischof von Westminster/London und erster Vorsitzende der Bischofskonferenz von England und Wales, hat die Eheberatungseinrichtung „Marriage Care“ aufgefordert, sich an die katholische Lehre zu halten. Zuvor war bekannt geworden, dass die Wohltätigkeitsorganisation, welche Geld von der katholischen Kirche erhält, zielgruppenorientierte „Ehe“-Vorbereitungskurse für homosexuelle Paare anbietet. Darüber berichtete der „Catholic Herald“.

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Die Organisation beschreibt sich selbst mit folgenden Worten: „Unser Beratungdienst“ stehe jedem offen, der „über 16 Jahre alt ist, verheiratet oder nicht, heterosexuell oder nicht“ sei. Jedes Paar sei willkommen, welche „eine verbindliche Beziehung wie die Ehe“ anstrebe, zitierte der „Catholic Herald“ Marriage Care. Doch die katholische Kirche lehnt die gleichgeschlechtliche „Ehe“ ab und Erzbischof Vincent Nichols hatte gemeinsam mit einem weiteren Bischof dieses Jahr schon einen Hirtenbrief herausgebracht, in welchem er die Überlegungen der Regierung kritisierte, die Definition von „Ehe“ zu ändern.

„Marriage Care“ entstand im Jahr 1946 als katholische Wohltätigkeitseinrichtung. Inzwischen erhält „Marriage Care“ fast 500.000 £ (entspricht etwa 625.000 €) vom Staat und etwas mehr als 63.000 £ (etwa 79.000 €) von der katholischen Kirche. Es ist die zweitgrößte Eheberatungseinrichtung in England und Wales, so informierte der „Catholic Herald“. Auf ihrer Website nimmt „Marriage Care“ für sich in Anspruch, „einen breiten christlichen Ethos zu vertreten, damit meinen wir, dass wir den Wert und die Einzigartigkeit eines jeden menschlichen Wesens anerkennen, ungeachtet des Geschlechts, des Alters, der Rasse, des Glaubensbekenntnisses oder der sexuellen Orientierung“.






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