
Regensburg (kath.net/oratorium.org) Der Vatikan hat mit 15. September in Aufhausen bei Regensburg die Kongregation des Oratoriums des hl. Philipp Neri wiederbelebt. Die Kongregation knüpft an die Tradition des ersten Oratoriums im deutschsprachigen Raum an, das genau dort im 17. Jahrhundert gegründet worden war und zwar zwischenzeitlich keine Mitglieder, aber kirchenrechtlich doch durchgehend bestanden hatte.
Mit Winfried Wermter und Piotr Lipinski gehören der Gemeinschaft zwei Priester an; außerdem sind als Laienbrüder (zum Teil in der Ausbildung zum Priester) Thomas Sedlmeier, Marek Michna, Josef Felder, Marian Brodowski und Günther Scheder Mitglieder des "neuen" Oratoriums.
Seit dem Jahre 1672 hatte Johann Georg Seidenbusch in Aufhausen eine Art Vita Communis mit seinen Hilfspriestern begründet. Daraus erwuchs das erste Oratorium im deutschsprachigen Raum. Die "Maria Schnee" geweihte Kirche wurde zu einer Wallfahrtskirche.
Das Kloster wurde während der Säkularisation in Bayern nicht aufgehoben und erhielt den Titel "Königliches Nerianerinstitut" (bis 1829). 1886 starb der letzte Propst.
1890 übernahmen Benediktiner aus dem niederbayrischen Kloster Metten die leerstehenden Gebäude. Sie errichteten einen Neubau und ein Priorat, das 1978 wieder aufgegeben wurde. Seit 2006 lebt in Aufhausen die Gemeinschaft der Brüder vom Heiligen Blut, die nun die alte Tradition des Oratoriums wiederbelebt.
Foto: Hl. Philipp Neri (1515-1595), (c) www.oratorium.org
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