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Österreichische Homosexuellendebatte geht weiter
 
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KMB-Wien distanziert sich vom "Positionspapier" der Österreichleitung der KMB-Österreich

Wien (kath.net/KAP)
Nach der Salzburger Katholischen Männerbewegung hat sich jetzt auch die Katholische Männerbewegung der Erzdiözese Wien vom umstrittenen "Positionspapier" der Österreich-Leitung der Katholischen Männerbewegung zum Thema Homosexualität distanziert. Zu dem Papier gebe es auf der Ebene der KMBÖ "weder einen Vorstandsbeschluss noch einen Konferenzbeschluss", teilte die Wiener Diözesanorganisation mit. Nur diese Gremien seien laut Statut aber befugt, diesbezügliche Festlegungen zu beschließen. Die in den Medien kolportierten Inhalte seien daher "Aussagen einiger Teilnehmer" an der KMBÖ-Sommerakademie in Bad Leonfelden, stellten jedoch "keinesfalls einen Beschluss der KMB Österreichs" dar. Auch die Katholische Männerbewegung der Erzdiözese Salzburg hatte öffentlich betont, sie könne die Erklärungen der Österreich-Leitung "nicht mittragen und in dieser Form auch nicht unterstützen".

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Die Frage, ob die Kirche gleichgeschlechtliche Partnerschaften segnen kann, sei keine Frage der Entwicklung, sondern einer grundsätzlichen Haltung, betonte am Freitag der Medientheologe P. Augustin Pötscher. Weder in der Heiligen Schrift noch in der Traditionsgeschichte gebe es Belege, die eine solche Segnung ermöglichen würden. Ein "Segen" setze ausdrücklich voraus, dass etwas "gottgewollt" sei. So könne die Kirche homosexuelle Partnerschaften jedoch nicht sehen. Pötscher wörtlich: "Es kann und es muss auch nicht alles abgesegnet werden, was gesellschaftliche Gruppen oder eine ganze Gesellschaft für plausibel ansieht. Im Gegenteil: Die Kirche soll klar sagen, wo ihre Schmerzgrenze ist".

Die Erklärung von Weihbischof Andreas Laun im Wortlaut:

"Einige Leute meinen, mich beschimpfen zu müssen, andere haben sachliche Bedenken. Aber allen gemeinsam möchte ich folgendes mitteilen:

Warnung vor einer Gefahr ist ein Dienst an dem, der sich in der Gefahr befindet. Also ist mein Hinweis ein Dienst an den Menschen mit gleich-geschlechtlichen Aktivitäten, nicht ein Angriff! Es handelt sich nicht um "meine Meinung", sondern um die Weitergabe dessen, was ein Fachmann sagt, dem sein Wirken an zweien der prominentesten Universitäten Amerikas eine hohe Glaubwürdigkeit verleiht, zumal die Begründungen leicht nachzuvollziehen sind, auch für den medizinischen Laien.

Nachzulesen ist die Untersuchung, auf die ich mich stütze, in: A. Laun, Homosexualität in katholischer Sicht. Eichstätt 2001, 313 mit den bibliographischen Angaben zu dem Werk von J. Satinover, der übrigens kein Christ ist und keinerlei "Interesse" hat, der katholischen Position durch Argumente der Medizin zu helfen. In dem genannten Buch findet man auch eine Reihe anderer Aufsätze, die zur Erhellung der Frage beitragen. Dass ich auf den medizinischen Aspekt der Frage hingewiesen habe, hat mit der Ausgangsfrage zu tun: Wie soll sich der Staat verhalten? Antwort: Er soll sich nicht in die Intimsphäre einmischen (wie er es derzeit oft und auf völlig falsche Weise tut!), wohl aber soll er für das Gemeinwohl und damit auch für die Gesundheit sorgen. Unter diesem Blickwinkel soll er auch die gesundheitlichen Probleme samt Folgekosten eines homosexuellen Lebensstils bedenken.

Die Wirklichkeit widersteht jeder Ideologie. Daher werden auch jene krank, die meinen, ein "Recht" auf ihren Lebensstil zu haben. Die Reaktion mancher erinnert an das Prinzip: Warum soll ich mir meine Vorurteile von den Fakten wegnehmen lassen?

Statistiken sind Statistiken. Das heißt: Ein uralter Homosexueller beweist nicht, dass eine Durchschnittsberechnung falsch ist. Der Verweis auf homosexuelle Greise mag richtig sein, widerlegt aber nicht die genannte Untersuchung. Meinen besonders giftigen Feinden möchte ich ins Stammbuch schreiben: Kardinal Groers Schuld wurde nie bewiesen, nur behauptet. Daher halte ich selbstverständlich an der Unschuldsvermutung fest. Mit meiner Religion hat das noch nicht viel zu tun, sondern nur mit elementarer Gerechtigkeit: Und wenn es der Teufel wäre, die Gerechtigkeit hat Anspruch auf Geltung."

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