
Moskau (kath.net/KNA) Ein in München wohnhafter Russe hat in der wichtigsten orthodoxen Kirche Moskaus zwei Ikonen geschändet. Dafür muss er einen Monat in Untersuchungshaft, wie ein Moskauer Gericht am Mittwoch laut russischen Medienberichten entschied. Der 62-jährige Juri Piotrowski habe am Sonntag die Ikonen in der Christ-Erlöser-Kathedrale (siehe Foto) mit Tinte bespritzt und sei festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft werfe ihm Rowdytum vor.
Piotrowski betonte bei der Gerichtsverhandlung, seine Aktion habe nichts mit der Punkband «Pussy Riot» zu tun. Drei Musikerinnen der Band waren wegen ihrer Aktion in derselben Kathedrale zu je zwei Jahren Haft verurteilt worden. Zunächst hatten Moskauer Medien berichtet, Piotrowski habe gegen die Haltung der Kirche zu «Pussy Riot» protestieren wollen.
Der in Leningrad geborene Piotrowski lebt nach eigenen Angaben seit den 1990er Jahren in München. Auf Rowdytum stehen in Russland bis zu sieben Jahre Haft. Laut einem Kirchensprecher haben Restauratoren beide Ikonen bereits wiederhergestellt.
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