21 September 2012, 14:23
Die Verteidigung der Familie: nicht altmodisch, sondern prophetisch!
 
Hildegard13
 
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Benedikt XVI. an die Bischöfe Frankreichs: ‚Jeder Schaden, den man Ehe und Familie zufügt, fällt auf das menschliche Zusammenleben als solches zurück’. Zur Zusammenarbeit von Laien und Priestern. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) „Die Familie ist das Fundament des gesellschaftlichen Lebens. Sie ist bedroht, weil viele falsche Vorstellungen von der Natur des Menschen haben. Das Existenzrecht der Familie in der Gesellschaft zu verteidigen, ist nichts Rückwärtsgewandtes, sondern vielmehr prophetisch! Es geht nämlich um die Förderung jener Werte, die die volle Verwirklichung des Menschen betreffen. Wir müssen dieser wichtige Herausforderung annehmen!“ Mit diesen eindringlichen Worten wandte sich Papst Benedikt XVI. am heutigen Freitagvormittag an die Bischöfe Frankreichs aus Anlass ihres Ad-limina-Besuchs in Rom. Die Kirche ist für den Papst aufgerufen, Ehe und Familie vor jeglichem Missverständnis hinsichtlich ihrer Wahrheit zu verteidigen: „Jeder Schaden, den man Ehe und Familie zufügt, fällt auf das menschliche Zusammenleben als solches zurück“.

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Das nachsynodale apostolische Schreiben „Sacramentum caritatis“ zitierend erklärte Benedikt XVI.: „Das Gute, das die Kirche und die ganze Gesellschaft von der Ehe und der auf sie gegründeten Familie erwarten, ist zu groß, um sich in diesem spezifischen pastoralen Bereich nicht bis zum Grunde einzusetzen. Ehe und Familie sind Einrichtungen, die gefördert und gegen jegliches Missverständnis bezüglich ihrer Grundwahrheit verteidigt werden müssen, denn jeder Schaden, der ihnen zugefügt wird, ist in der Tat eine Verletzung, die dem menschlichen Zusammenleben als solchem beigebracht wird“ (29).

Der Papst ging dann auf das Leben der christlichen Gemeinden ein und betonte, dass die Lösungen für die diözesanen pastoralen Probleme nicht auf „Fragen der Organisierung“ beschränkt werden dürften, so wichtig diese auch seien. Es bestehe die Gefahr, mit einer Art Bürokratisierung der Seelsorge zu sehr der Effizienz nachzujagen: „Wenn man sich zu sehr auf Strukturen, Organisation und Programme konzentriert, kann das zu Selbstbezogenheit werden, zum exklusiven Nutzen der Mitglieder dieser Strukturen“. Dies aber hätte dann kaum Auswirkungen auf das Leben der Christen, die sich von der regulären Praxis entfernt haben. Die Evangelisierung dagegen mache es erforderlich, dass man „von einer Begegnung mit dem Herrn ausgeht, von einem im Gebet verwurzelten Dialog“.

Benedikt XVI. richtete seine Aufmerksamkeit auch auf die Rolle der Laien und brachte seine Freude über deren Großherzigkeit zum Ausdruck, mit großer Bereitschaft an den Ämtern und Aufgaben in der Kirche Anteil zu nehmen. Gleichzeitig müsse in Erinnerung gerufen werden, dass das Spezifische der Aufgabe der Laien in deren Durchdringung von zeitlichen Realitäten bestehe. In diesem Bereich müssten sie selbständig, aber im Licht des Glaubens und der Lehre der Kirche wirken (vgl. Gaudium et spes, 43).

Es ist für den Papst notwendig, über die Achtung des Unterschieds zwischen allgemeinem Priestertum aller Gläubigen und dem priesterlichen Dienst der Geweihten zu wachen: „Diese unterscheiden sich dem Wesen und nicht bloß dem Grade nach“ (vgl. Lumen gentium 10).

Daher müsse „die Treue zum ‚depositum fidei’, wie es vom authentischen Lehramt gelehrt und von der ganzen Kirche bekannt wird, bewahrt werden“. Es sei wichtig, dass die Zusammenarbeit zwischen Laien und Priestern „immer im Rahmen der kirchlichen Gemeinschaft steht, um den Bischof, der deren Garant ist“.






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