
Krakau (kath.net/KNA) Angeblich muslimische Hacker haben die Internetseite eines katholischen Wallfahrtsortes in Krakau gekapert. «Im Namen Allahs werdet ihr von muslimischen Hackern bestraft», hieß es in ihrer Botschaft nach Angaben des katholischen Internetportals «gosc.pl» vom Mittwochabend. Die Angreifer bezeichneten sich demnach als «islamische Extremisten». Die Attacke auf die Website des Pilgerheiligtums der Mystikerin Faustyna Kowalska sei von einem in Belgien registrierten Server erfolgt.
Die arabischen und englischen Texte erschienen den Angaben zufolge zu Beginn der täglichen Übertragung des Gebets zur «Stunde der Barmherzigkeit» am Dienstagnachmittag. Zweieinhalb Stunden sei die Website «faustyna.pl» komplett blockiert gewesen. Erst am Mittwochmorgen habe sie wieder zur Verfügung gestanden, zunächst allerdings nur eingeschränkt. Laut «gosc.pl» ist die Identität der angeblichen Islamisten unklar.
Die katholische Website wird täglich von Tausenden Nutzern aus dem In- und Ausland aufgerufen. Faustyna Kowalska (1905-1938) ist Begründerin einer vor allem in Polen und Italien populären Frömmigkeitsbewegung. Papst Johannes Paul II. (1978-2005) erhob die polnische Ordensfrau, die in Krakau wirkte und dort begraben ist, im Jahr 2000 zur Heiligen. Das ihr gewidmete Zentrum in Krakau-Lagiewniki ist einer der wichtigsten Pilgerorte Polens.
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