
Stockholm (kath.net/CWN/jg)
Viele Schweden hätten sich persönlich vom Glauben entfernt, hätten aber kein Problem mit Religiosität und seien ihr gegenüber nicht feindselig eingestellt. Das sagte Ulla Gudmundsson, die schwedische Botschafterin am Heiligen Stuhl gegenüber Radio Vatican anlässlich des Dialogkreises „Vorhof der Heiden“, der am 13. und 14. September in Schweden stattfand.
Gudmundsson verwies auf die Aussagen eines schwedischen Journalisten, der als Mitglied einer schwedischen Kirche auf gewachsen war, seinen Glauben aber verloren hat. Als die Frage diskutiert wurde, ob die Welt ohne Religionen besser oder schlechter wäre, vertrat er vehement die zweite Position. Diese Haltung sei in Schweden viel weiter verbreitet als ein militanter Atheismus, sagte die Botschafterin.
Etwas mehr als 71 Prozent der Schweden gehören der evangelisch-lutherischen Schwedischen Kirche an, die bis 1999 Staatskirche war. Zweitgrößte Religionsgemeinschaft sind die Moslems mit schätzungsweise 250.000 Mitgliedern, das sind 2,7 Prozent. Die römisch-katholische Kirche hat ungefähr 150.000 Mitglieder.
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