19 September 2012, 16:47
Neapel: 'Blutwunder' des heiligen Januarius eingetreten
 
Hildegard13
 
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Pünktlich zum Fest des heiligen Januarius am Mittwoch ist in Neapel das sogenannte Blutwunder eingetreten: Um 9.12 Uhr verflüssigte sich das in einer Ampulle aufbewahrte Blut des Märtyrers.

Neapel (kath.net/KNA) Pünktlich zum Fest des heiligen Januarius am Mittwoch ist in Neapel das sogenannte Blutwunder eingetreten: Um 9.12 Uhr verflüssigte sich das in einer Ampulle im Dom der Stadt aufbewahrte Blut des Märtyrers. Das gab Neapels Kardinal, Crescenzio Sepe, unter dem Applaus der in der Kirche versammelten Gläubigen bekannt. Die Neapolitaner sehen in der Wiederholung des Blutwunders ein gutes Vorzeichen.

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In seiner Predigt sprach Sepe das Mafia-Problem an, ohne die Camorra namentlich zu nennen. Neapel werde wieder von «gesetz- und würdelosen Feinden» angegriffen, kritisierte der Kardinal. Diese führten «Machenschaften des Todes» ein und gäben sie als «Formen des Schutzes» aus. Das geschehe durch «Schmeicheleien, Geld und Arbeitsaufträge, die nach Gefängnis, wenn nicht gar nach Blut und Tod riechen». Angesichts der Wirtschaftskrise rief Sepe die Bewohner der Stadt zu Geschlossenheit auf. Man müsse noch stärker zusammenarbeiten, wie es auch Staatspräsident Giorgio Napolitano fordere, so der Erzbischof von Neapel.

Januarius (italienisch «San Gennaro»), ist der Patron von Neapel und der Region Kampanien. Er wurde der Überlieferung nach zur Zeit der Christenverfolgungen unter dem römischen Kaiser Diokletian am 19. September 305 enthauptet. Das Blut im Reliquiar des Heiligen ist normalerweise fest verklumpt. Seine «wunderbare» Verflüssigung in regelmäßigen Abständen ist seit dem Mittelalter belegt und findet in der Regel am 19. September, am 16. Dezember und am Vortag des ersten Sonntags im Mai statt. Wissenschaftliche Untersuchungen haben für den Vorgang bislang keine Erklärung gefunden. Eine Verzögerung oder ein Ausbleiben des «Wunders» wird von den Neapolitanern als Vorzeichen auf schlimme Ereignisse angesehen.

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