
Beirut (kath.net/pl) Der Besuch von Papst Benedikt XVI. im Libanon „war für alle, Christen und Nichtchristen, ein großartiges Erlebnis. Wer gesehen hat, wie er von den geistlichen Führern der Muslime empfangen wurde - es war fast wie ein Traum, der für den Libanon in Erfüllung ging. Alle wollten ihn sehen, hören, seinen Segen empfangen.“ Das sagte die libanesische Opernsängerin Rima Tawil im Deutschlandfunk-Interview mit Jürgen Liminski. Beim Papst sei es zu spüren gewesen, „dass der Chef der Katholischen Kirche hier ein Zeichen setzen wollte, ein Zeichen des hohen Interesses der Universalkirche an den Christen im Orient“. Dieser „Teil der Kirche“ durchlebe heute „eine Zeit des Leidens mit all den Kriegen und der Stimmung von Verfolgung und Vertreibung, die im Vorderen und Mittleren Orient“ derzeit herrsche. Doch es sei „auch eine Kirche, die um ihre Präsenz in der Region“ ringe, „es sind Christen, die sich einsetzen für den interreligiösen Dialog zwischen Christen und Muslimen, für den Frieden, für ein Ende der Gewalt und für ein gemeinsames Zusammenleben. Diese Kirche kämpft mit friedlichen Mitteln und ohne sie würde der Libanon seine Identität verlieren“. Die „Mission der Christen“ sei „das Nein zum Krieg, das Nein zur Waffengewalt, das Nein zu den Zerstörungen, das Nein zum Hass“, fasste die Sängerin die Botschaft des Papstes zusammen.
Rima Tawil hatte in einer Papstmesse gesungen. Wenn sie auf der Bühne stehe, dann versuche sie, „für das Publikum das Beste aus mir herauszuholen“ Doch „mit Benedikt XVI. im Publikum ist das dennoch eine ganz andere Geschichte“, bekannte sie.
Zum Interview im Deutschlandfunk: „Nein zum Krieg, Nein zum Hass“
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