18 September 2012, 11:30
Lebensrecht für jedes Ungeborene!
 
Hildegard13
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Pro-Life'
In Zürich nahmen am vergangenen Wocheende 1.500-2.000 Menschen an einem Marsch für das Leben statt. Linkschaoten versuchten erneut, die Veranstaltung zu stören

Zürich (kath.net)
Am vergangenen Samstag fand in Zürich bereits zum dritten Mal ein Pro-Life-Marsch mit dem Titel "Marsch für’s Läbe" (Foto) statt. Laut Veranstalter nahmen daran 1.500 – 2.000 Menschen teil. ‚100‘000 Kinder fehlen‘ war das Motto der diesjährigen Veranstaltung. Bei einer Rede erinnerte Daniel Regli im Namen der Veranstalter daran, dass jedes einzelne Kind eine ganze, reiche Welt für sich sei. Die Tötung von Ungeborenen sei somit ein riesiger Schaden für das Schweizer Volk, den Christen nicht stillschweigend hinnehmen dürften.

Werbung
romwallf


Wie schmerzlich die Folgen von Abtreibung sein können, erzählte anschließend die Baslerin Tünde Lodi bei der Kundgebung zu Beginn der Veranstaltung. Die aus Ungarn in die Schweiz eingewanderte Frau hat in einer verzweifelten persönlichen Situation zweimal eine Abtreibung vorgenommen. Um die Trauer über die fehlenden Kinder auszudrücken, zündete sie in Kirchen jeweils eine Kerze pro Kind an. Als sie später dann doch noch eine Tochter zur Welt bringt, tröstete dies Frau Lodi in gewissem Maße. Trotzdem blieben Schuldgefühle. Erst nach einer Depression und Selbstmordgedanken konnte sie ihre Last in der Seelsorge Gott abgeben und Vergebung empfangen.

Nach dem bewegenden Bericht folgten zwei Beiträge, welche die Teilnehmende dazu ermutigten, sich ohne Furcht vor Konsequenzen für das Lebensrecht der Ungeborenen einzusetzen. Dagmar Müller, Cham, musste ihren Traumberuf Hebamme aufgeben, weil sie sich weigerte, bei Abtreibungen zu assistieren. Die Kündigung war eine existenzielle Herausforderung. Frau Müller musste sich neu orientieren und war finanziell nicht abgesichert. Doch ging sie im Vertrauen auf Gott weiter und fand neue, sichere Tritte auf dem Lebensweg. Seit vielen Jahren berät sie schwangere Frauen in Not und ebenfalls Frauen, die abgetrieben haben. Dagmar Müller ermutigte dazu, betroffene Frauen in Liebe abzuholen, anstatt sie zu verurteilen.

CVP-Nationalrat Alois Gmür, Präsident des Spitals Einsiedeln und Mitinitiant des Babyfensters, verwies dann auf Gründe auf, warum Mütter ein Baby aussetzen. Er versteht es als Aufgabe der Politik, Rahmenbedingungen zu schaffen, damit auch Ungeborene von Eltern in schwierigen Situationen leben dürfen und nicht abgetrieben werden. Dazu sei das Babyfenster eine gute Möglichkeit.

Wie schon die Kundgebung, so war auch der Marsch heftigem Widerstand von Linkschaoten ausgesetzt. Das große Polizeiaufgebot konnte oder wollte laut Veranstalter die Lärmattacken der Opposition mit Trillerpfeifen und Fußball-Tröten aber nicht stoppen. So kam es verschiedentlich zu Handgreiflichkeiten, als einzelne Angreifer sich der Kreuze des Trauerzuges bemächtigen wollten.

Der Marsch durch das Züricher Stadtzentrum war ein stiller Trauerzug mit Kreuzen und Kindersärgen. Dahinter folgte ein lautes und buntes Familienfest mit Banner, Plakaten, Ballonen, Themenwagen. Musikalisch wurde das Familienfest von einer dröhnenden Steel-Band und einer polnische Jugend-Gruppe von 50 Personen begleitet.

Nach dem Marsch beendete ein überkonfessioneller Gottesdienst die Veranstaltung. Pfr. Rudolf Nussbaumer erinnerte dabei daran, dass jedes neugeborene Baby ein Wunderwerk Gottes sei. Mit Abtreibungen würden sich Menschen ihre Zukunft verbauen, denn Egoismus führe immer in eine Sackgasse. Auch Pfr. Hansjürg Stückelberger führte aus, dass das Leben nur in der Schöpfungsordnung Gottes gelingen könne. Stückelberger plädierte dafür, dass das christliche Menschenbild wieder zur Leitkultur der Schweiz werde. 2013 soll es erneut eine ähnliche Veranstaltung in Zürich geben.

kathTube-Kurzvideo: Marsch für´s Läbe 2012




Foto vom "Marsch für’s Läbe" 2012: www.marschfuerslaebe.ch






Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 

meist kommentierte Artikel

Oberster römischer Exorzist: Papst hat einen Exorzismus vollzogen (64)

Der Exorzismus des Papstes (51)

Sexueller Missbrauch: Wie pädophilenfreundlich waren die Grünen? (42)

Sich nicht in das Leben des Anderen einmischen! (41)

Qui tacet, consentire videtur? (32)

Streit über Meisners Kritik an deutscher Familienpolitik (29)

Selbstherrlicher Ungehorsam begründet keine ‚Kommunio‘ (29)

Kardinal Meisner: Der neue Papst ist kein Reformer (26)

'Christ & Welt', (k)ein Adelsexperte und kein 1. April-Scherz (23)

Direktor der Vatikanischen Museen kritisiert modernen Kirchenbau (20)