
Wien (kath.net/KAP) "Es braucht in Indonesien Mut, Christ zu werden." Das hat der Philosoph und Konvertit Simon Petrus Tjahjadi im Rahmen seines Glaubenszeugnisses bei der Maria-Namen-Feier im Wiener Stephansdom am Sonntagnachmittag betont. Wiewohl Christen und Muslime im Alltag grundsätzlich gut miteinander auskommen würden, sei die Situation für erstere nicht ungefährlich. Der Philosoph machte dafür "kleine, aber laute islamistische Gruppierungen" verantwortlich, "die für den Krieg bereit sind".
Tjahjadi wurde 1963 in Jakarta als Buddhist geboren, wuchs in einem muslimischen Umfeld auf, besuchte eine evangelische Schule und kam vor allem über Begegnungen mit einem Jesuitenmissionar aus Oberösterreich in Kontakt mit der katholischen Kirche. Schließlich ließ er sich katholisch taufen.
Zur Bereitschaft, neu in die Lebensschule Jesu zu gehen, hat Kardinal Christoph Schönborn in seiner Predigt aufgerufen. Die 60. Maria-Namen-Feier stand unter dem Motto "Christus suchen - Christus finden". Es gelte zu lernen, "was Gott denkt, und nicht, was der Mensch denkt", so Schönborn. Wer auf Jesus schaue und höre, müsse eigene Wünsche und Vorstellungen zurückstellen. Schönborn: "Nur in der Selbsthingabe und Selbstüberwindung verwirklicht sich der Mensch."
Am Samstag stand der Grazer Weihbischof Franz Lackner der Eucharistiefeier im Rahmen der Maria-Namen-Feier vor. Nach der sonntäglichen Feier mit Kardinal Schönborn fand eine Prozession mit der Fatima-Statue zum Josefsplatz statt.
´Mein Weg vom Buddhismus zum katholischen Priester´ - Der Vortrag von Dr. Tjahjadi auf kathTube:
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