
Köln (kath.net/KNA) Der CDU-Außenpolitiker Philipp Mißfelder (Foto) plädiert nach dem Angriff auf die deutsche Botschaft im Sudan für eine Überprüfung der deutschen Außenpolitik. Er unterstützte am Montag im Deutschlandfunk Forderungen nach einem Aufführungsverbot für das Anti-Islam-Video in Deutschland.
Vielleicht habe man zu sehr auf Dialog gesetzt und die ein oder andere radikale Position unterschätzt, sagte der außenpolitische Sprecher der Bundestags-Unionsfraktion mit Blick auf die Ereignisse im Sudan. Man müsse feststellen, dass das Instrument der Religion in der islamischen Welt zur Radikalisierung genutzt werde und Teile des Islam ein Aggressionspotenzial in sich trügen, das offenbar auch keine Rücksicht auf die Unversehrtheit von Botschaften nehme. Mißfelder betonte, dies sei für das friedliche Miteinander eine gefährliche Entwicklung und müsse für die außenpolitische Ausrichtung zu denken geben.
Mißfelder stimmte Forderungen von Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) nach einem Aufführungsverbot für das Anti-Islam-Video zu. Er habe seine Zweifel, ob Blasphemie grundsätzlich von der Meinungsfreiheit gedeckt sein könne, so der CDU-Politiker. «Ich finde, dass Gotteslästerung natürlich mehr ist als nur eine reine Verletzung von Gefühlen, sondern ich glaube, das ist etwas, was in unserer Gesellschaft gebannt werden sollte.»
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Foto: © www.philipp-missfelder.de
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