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Seid mutiger und wehrt Euch!

16. September 2012 in Deutschland, 4 Lesermeinungen
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Ex-CDU-Ministerpräsident Werner Münch ruft bei Kongress „Freude am Glauben“ die Katholiken auf, sich entschieden gegen Gotteslästerung zu engagieren und kritisiert Kirchenzeitungen. „Wo blieb der Aufschrei?“


Aschaffenburg (kath.net/KNA) Sachsen-Anhalts früherer CDU-Ministerpräsident Werner Münch hat die Katholiken zu einem entschiedeneren Kampf gegen Gotteslästerung aufgerufen. «Es gibt schlimme Exzesse, die unseren Glauben vernichten wollen», sagte er am Samstag in Aschaffenburg auf der öffentlichen Kundgebung des Kongresses «Freude am Glauben». Jede Kritik an Allah und dem Koran werde verfolgt, aber die Beleidigung christlicher Symbole «als Meinungsfreiheit gefeiert».


Als Beispiele führte Münch ein Bild im Würzburger Museum am Dom an, in dem Abendmahl «verunstaltet» werde sowie das Theaterstück «Über das Konzept des Angesichts bei Gottes Sohn», bei dem ein Jesus-Bild mit Kot beschmiert und mit Steinen beworfen werde. In Frankreich sei das Stück in mehreren Städten nur unter Proteststürmen, teilweise unter Polizeischutz aufgeführt worden. In Berlin dagegen sei bis auf die Kritik von Kardinal Rainer Maria Woelki jeder Widerstand dagegen ausgeblieben.

Münch kritisierte in diesem Zusammenhang auch die katholischen Medien, etwa die Kirchenzeitungen. «Wo blieb der Aufschrei», fragte er mit Blick auf die «entwürdigenden Darstellungen» des Papstes im Satire-Magazin «Titanic». An die Verantwortlichen im Vatikan appellierte er: «Seid mutiger und wehrt Euch!».

Der gebürtige Westfale Münch war von 1991 bis 1993 Ministerpräsident in Magdeburg. 2009 trat er aus der CDU wegen angeblicher «Profillosigkeit» der Partei aus. Vor allem kritisierte er deren Positionen beim Schutz des Lebens und in der Familienpolitik. Münch ist Kuratoriumsmitglied im «Forum Deutscher Katholiken».

(C) 2012 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


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Lesermeinungen

 Dismas 17. September 2012 

Es war eine sehr offene und das Richtige

bennenende Rede von Herrn Prof.Münch. Alle wesentlichen \"Schmerzpunkte\" in Deuschland und der kath. Kiche in Deutschland wurden engagiert angesprochen!!


0
 
 Wynfried 16. September 2012 

\"Angebliche\" Profillosigkeit der CDU?

KNA meldet, wie hier übernommen, dass Werner Münch 2009 wegen \"angeblicher\" Profillosigkeit der CDU aus der Partei ausgetreten sei. Was heißt hier \"angebliche\" Proflillosigkeit? Es liegt doch für jeden einsichtigen Beobachter klar auf drr Hand, dass die CDU ihr christliches Profil verspielt hat.


2
 
  16. September 2012 
 

Eben doch zweierlei Maß

Werner Münch ist absolut zuzustimmen.
Alle Welt ereifert sich über dieses Video, welches die arabische Welt in Wallung bringt.
Unsere Politiker und Medienleute verurteilen einstimmig dessen Verbreitung.
Die gewalttätigen Ausschreitungen in der arabischen Welt sind absolut nicht tolerierbar und bedürfen keinerlei Entschuldigungen.
Doch abgesehen davon gewinnt man den Eindruck, das die Muslime nicht gewillt sind, ihre Religion beleidigen zu lassen. Da halten sie zusammen.
Viele Christen dagegen stehen, wenn Jesus und das Christentum beleidigt und abgewertet werden, erschreckend gleichgültig abseits.
Es scheint ihnen nichts oder nur wenig auszumachen und weh tut es ihnen -so scheint es- schon gar nicht.
Das Verächtlichmachen dessen, was uns heilig ist oder sein sollte, werden von den selben Politikern und Medienleuten unter \"Meinungsfreiheit\" und \"Freiheit der Kunst\" abgehakt.
Haben wir abgewirtschaftet?


2
 
 Rhenania 16. September 2012 
 

Wer ist der Eigentümer?

...führte Münch ein Bild im Würzburger Museum am Dom an, in dem Abendmahl «verunstaltet» werde ...
Es ist doch die Diözese selbst, die das Bild in ihrem eigenen Museum ausstellt.


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