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Dirk Tänzler und das Goldene Kalb

15. September 2012 in Deutschland, 16 Lesermeinungen
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Der 43-jährige „Berufsjugendliche“ und BDKJ-Führer möchte, dass die Kirche „homosexuelle Lebensgemeinschaften“ akzeptiert. Außerdem möchte er eine „Demokratie von unten“ - Und warum Dirk T. jetzt Exodus, Kapitel 32 lesen sollte


Berlin (kath.net/KNA/red) Dirk Tänzler, der 43-jährige „Berufsjugendliche“ des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), hat die Kirche aufgerufen, unterschiedliche „Lebensentwürfe“ zu akzeptieren. Geschiedene und Wiederverheiratete sowie „homosexuelle Lebensgemeinschaften“ müssten laut Tänzler die gleichen „Rechte“ haben wie andere Katholiken auch, forderte der BDKJ-Vorsitzende am Samstag im Deutschlandradio Kultur.

Tänzler äußerte sich in dem Zusammenhang auch zum zweiten bundesweiten Treffen des „Dialogprozesses“ von deutschen Bischöfen und Kirchenfunktionären, das an diesem Wochenende in Hannover stattfindet. Er habe den Eindruck, dass dort ein „Geist der Veränderung“ wehe, betonte er.

Der Vorsitzende des umstrittenen BDKJ-Verbandes behauptete dann, dass in den katholischen Jugendverbänden, die übrigens von der Kirche in Deutschlang großzügig finanziell unterstützt werden, Demokratie „von unten“ praktiziert werde. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene könnten mitentscheiden. Die Leiter würden gewählt, Männer und Frauen seien gleichberechtigt, und es gebe keine Hierarchie zwischen Laien und Klerikern. Damit wollten die nicht unumstrittenen Jugendverbände, die von Jugendlichen zeigen, «dass das innerhalb der katholischen Kirche durchaus ein Modell sein kann, wie man Kirche auch leben kann».


Anmerkung von kath.net: Einer der erste „Demokratie von unten“-Entwürfe in der Heiligen Schrift endete im Buch Exodus (Kapitel 32) damit, dass das das Volk sich ein Goldenes Kalb machte, während Mose am Berg die 10 Gebote empfing.

Exodus, Kapitel 32:

Als das Volk sah, dass Mose noch immer nicht vom Berg herabkam, versammelte es sich um Aaron und sagte zu ihm: Komm, mach uns Götter, die vor uns herziehen. Denn dieser Mose, der Mann, der uns aus Ägypten heraufgebracht hat - wir wissen nicht, was mit ihm geschehen ist.

Aaron antwortete: Nehmt euren Frauen, Söhnen und Töchtern die goldenen Ringe ab, die sie an den Ohren tragen, und bringt sie her!

Da nahm das ganze Volk die goldenen Ohrringe ab und brachte sie zu Aaron.

Er nahm sie von ihnen entgegen, zeichnete mit einem Griffel eine Skizze und goss danach ein Kalb. Da sagten sie: Das sind deine Götter, Israel, die dich aus Ägypten heraufgeführt haben.

Als Aaron das sah, baute er vor dem Kalb einen Altar und rief aus: Morgen ist ein Fest zur Ehre des Herrn.

Am folgenden Morgen standen sie zeitig auf, brachten Brandopfer dar und führten Tiere für das Heilsopfer herbei. Das Volk setzte sich zum Essen und Trinken und stand auf, um sich zu vergnügen.

Da sprach der Herr zu Mose: Geh, steig hinunter, denn dein Volk, das du aus Ägypten heraufgeführt hast, läuft ins Verderben.

Schnell sind sie von dem Weg abgewichen, den ich ihnen vorgeschrieben habe. Sie haben sich ein Kalb aus Metall gegossen und werfen sich vor ihm zu Boden. Sie bringen ihm Schlachtopfer dar und sagen: Das sind deine Götter, Israel, die dich aus Ägypten heraufgeführt haben.

Weiter sprach der Herr zu Mose: Ich habe dieses Volk durchschaut: Ein störrisches Volk ist es.
Jetzt lass mich, damit mein Zorn gegen sie entbrennt und sie verzehrt. Dich aber will ich zu einem großen Volk machen.

Da versuchte Mose, den Herrn, seinen Gott, zu besänftigen, und sagte: Warum, Herr, ist dein Zorn gegen dein Volk entbrannt? Du hast es doch mit großer Macht und starker Hand aus Ägypten herausgeführt.

Sollen etwa die Ägypter sagen können: In böser Absicht hat er sie herausgeführt, um sie im Gebirge umzubringen und sie vom Erdboden verschwinden zu lassen? Lass ab von deinem glühenden Zorn und lass dich das Böse reuen, das du deinem Volk antun wolltest.

Denk an deine Knechte, an Abraham, Isaak und Israel, denen du mit einem Eid bei deinem eigenen Namen zugesichert und gesagt hast: Ich will eure Nachkommen zahlreich machen wie die Sterne am Himmel, und: Dieses ganze Land, von dem ich gesprochen habe, will ich euren Nachkommen geben und sie sollen es für immer besitzen.

Da ließ sich der Herr das Böse reuen, das er seinem Volk angedroht hatte.

Mose kehrte um und stieg den Berg hinab, die zwei Tafeln der Bundesurkunde in der Hand, die Tafeln, die auf beiden Seiten beschrieben waren. Auf der einen wie auf der andern Seite waren sie beschrieben.

Die Tafeln hatte Gott selbst gemacht und die Schrift, die auf den Tafeln eingegraben war, war Gottes Schrift.

Mit Material der KNA - (C) 2012 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


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