15 September 2012, 12:00
Papst findet Anerkennung in libanesischen Medien
 
Hildegard13
 
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Besuch von Papst Benedikt XVI. im Libanon findet in den Zeitungen des Landes ein überwiegend positives Echo. Verschiedene arabischsprachige Blätter bezeichnen seinen Aufenthalt als «historisch».

Beirut (kath.net/KNA) Der Besuch von Papst Benedikt XVI. im Libanon findet in den Zeitungen des Landes ein überwiegend positives Echo. Verschiedene arabischsprachige Blätter bezeichnen seinen Aufenthalt als «historisch». Anerkennung findet der Papst dafür, dass er trotz der Konflikte in der Region an der Reise festgehalten habe.

Dass Benedikt XVI. ungeachtet der Proteste wegen des antiislamischen Films «Die Unschuld des Islam» seinen Besuch angetreten habe, sei die vielleicht bedeutendste Botschaft, schreibt die größte arabische Tageszeitung «An-Nahar». Zwischen seiner Begrüßungsrede am Flughafen und der Ansprache zur Unterzeichnung des Schlussdokuments der Nahostsynode habe der Papst «in weniger als fünf Stunden die historische Natur seines Libanonbesuchs klargemacht». Alle Religionsgemeinschaften und politischen Gruppierungen feierten gemeinsam einen «Sieg der Liebe über den Hass, der Toleranz über die Rache und der Einheit über die Spaltung».

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Auch nach Meinung der Zeitung «Al-Anwar» haben sich die verschiedenen Gesellschafts- und Religionsgruppen dem Papst als vereintes und nach Einheit und Frieden strebendes Volk gezeigt. Die Zeitung «Al-Joumhouria» schreibt, die Libanesen hätten sich die Freude über den Besuch nicht durch die Eskalation der Gewalt im Nordlibanon trüben lassen. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA nannte den ersten Reisetag «glorreich» und hob die Harmonie der libanesischen Religionsgemeinschaften als in der Region beispiellos hervor.

Als «orchestriert» bezeichnete hingegen die französischsprachige Zeitung «L'Orient le Jour» die starke Präsenz schiitischer Kinder und Jugendlicher bei der Ankunft des Papstes in Beirut. Gleichzeitig hätten die scharfen Sicherheitsvorkehrungen dazu geführt, dass es für das normale Volk nahezu unmöglich gewesen sei, Benedikt XVI. auf seinem Weg vom Flughafen nach Harissa zu begrüßen.

Weiter bemängelt «L'Orient le Jour», dass die politischen Töne in der Rede des melkitischen Patriarchen Gregoire III. Laham bei der Unterzeichnung des Nachsynodalen Schreibens keine Entsprechung in der Ansprache des Papstes gefunden habe. Gregoire III. hatte sich für die Anerkennung eines Palästinenserstaates ausgesprochen und ein Eintreten für «Gleichstellung, Gerechtigkeit und Wahrheit» im Palästina-Konflikt verlangt.

Auch die englischsprachige Zeitung «Daily Star» forderte vom Vatikan als «politischer Institution» ein aktives Engagement gegen Unrecht für die Palästinenser. Dies sei der einzige Weg, die Rhetorik vom Frieden umzusetzen.

Echo in verschiedenen libanesischen Medien fanden weiter Benedikts XVI. Würdigung des Arabischen Frühlings und sein Aufruf zur Gewaltlosigkeit. Dies sei eine wichtige Botschaft für die Region, schreibt die sunnitische Tageszeitung «Al-Mustaqbal».


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