14 September 2012, 16:04
Benedikt XVI. : Alle Revolutionen anfällig für Auftreten von Hass
 
Hildegard13
 
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Papst hält ‚fliegende Pressekonferenz’ auf dem Weg nach Beirut – ‚Internationaler Waffenhandel schwere Sünde’

Beirut (kath.net/KAP) Die Geschichte der Revolutionen zeige, dass sie "immer die Gefahr des Auftretens von Hass enthalten", hat Papst Benedikt XVI. am Freitag bei einer "fliegenden Pressekonferenz" auf dem Weg in den Libanon betont. Er äußerte sich zu den Problemen in den arabischen Ländern.

Sicherlich sei der Arabische Frühling eine gute Sache, weil er die legitimen Wünsche nach Demokratie und Freiheit zum Ausdruck bringe, so der Papst. Dazu komme das Verlangen, dass sich eine gemeinsame arabische Identität in neuer Form äußere. Der Arabische Frühling zeige zudem, dass es eine Jugend in diesen Ländern gebe, die Bildung und Kultur auf hohem Niveau erreicht habe, stellte Benedikt XVI. fest.

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"Wir müssen alles tun, dass sich die Freiheit auf einen guten Weg bewegt" und Toleranz und Solidarität nicht ins Hintertreffen gerieten, betonte der Papst.

Benedikt XVI. verurteilte Waffenimporte in den Nahen Osten. Explizit nannte er den internationalen Waffenhandel eine "schwere Sünde". An seine Stelle müssten "kreative Zeichen der Solidarität" treten. Dem Krieg müsse mit allem Nachdruck die Botschaft des Friedens entgegengesetzt werden.

Im Blick auf Religionskonflikte sagte der Papst, jedwede Form von religiösem Fundamentalismus sei zu verurteilen. Dieser sei ein "Verfälschung der Religion". Religion müsse stets gegen Gewalt und für Frieden und Solidarität eintreten.

Weiters rief Benedikt XVI. die Kirchen in den westlichen Ländern zu einer größeren Unterstützung der Christen im Nahen Osten auf. Um ihre Abwanderung zu verhindern, müsse auch materielle Hilfe gewährt werden.

Beim Flug über griechisches Hoheitsgebiet wünschte Benedikt XVI. dem hellenischen Staatspräsidenten Karolos Papoulias, dass sein Land bald die Rückkehr auf den "Weg der Stabilität" schaffe. Gemäß vatikanischer Gepflogenheit schickt der Papst dem jeweiligen Staatspräsident des überflogenen Landes ein Grußtelegramm.





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