
Charlotte (kath.net/LSN/jg)
Das Gebet von Kardinal Timothy Dolan beim Wahlparteitag der Demokraten hat teilweise vulgäre und obszöne Reaktionen ausgelöst. Der Erzbischof von New York und Vorsitzende der US-Bischofskonferenz hatte für den Schutz der Ungeborenen und für die „Einrichtungen, die Du uns gegeben hast, um das Leben und die Gemeinschaft zu fördern“ gebetet. Letzteres war als Gebet für die traditionelle Ehe und Familie interpretiert worden. Auch Dolans Bitte um Segen für alle Kandidaten, einschließlich der Gegenkandidaten Mitt Romney und Paul Ryan, war bei den Demokraten im Saal nicht gut angekommen.
Auf Twitter wurde im Anschluss an Dolans Gebet eine Vielzahl von wüsten und vulgären Beschimpfungen versandt. Schon vor dem Auftritt des Kardinals hatte ein Blogger alle auf dem Parteitag anwesenden Homo-Aktivisten dazu aufgefordert, den Saal zu verlassen. Auf diesem Weg solle Dolan gezeigt werden, „dass er und seine antischwule Bigotterie nicht willkommen sind“. Ein Mitglied des Forums „Democratic Underground“ forderte den Kardinal auf „sich an sein Kreuz zu nageln“.
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