
Charlotte (kath.net/jg)
Caroline Kennedy, Tochter des 1963 ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy, ist nach einer Rede beim Parteitag der Demokraten für ihre Aussagen zur reproduktiven Gesundheit kritisiert worden.
„Als katholische Frau nehme ich reproduktive Gesundheit ernst, und heute wird sie angegriffen“, sagte Kennedy wörtlich. Anschließend wies sie darauf hin, dass allein dieses Jahr in mehr als einem Dutzend US-Bundesstaaten der Zugang zum reproduktiven Gesundheitsbereich eingeschränkt worden sei. Mit dieser Aussage bezog sie sich offenbar auf einen Bericht des Guttmacher Institute. Dieses Institut hatte in seinem Halbjahresbericht zu Trends in der Gesetzgebung der Bundesstaaten weitere gesetzliche Einschränkungen bei Abtreibungen gemeldet. Dazu gehören eine Wartefrist zwischen dem ersten Gespräch und der Durchführung der Abtreibung, eine verpflichtende Ultraschalluntersuchung, die aus rein medizinischen Gründen nicht notwendig wäre oder Hinweise auf die Schmerzempfindlichkeit des Fötus.
Auf diesen von Kennedy nicht ausgesprochenen Zusammenhang bezieht sich die Kritik. Sie habe von Einschränkungen beim Zugang zu reproduktiven Gesundheitsmaßnahmen gesprochen, in Wirklichkeit aber Abtreibungen gemeint, sagte etwa Fr. Jonathan Morris vom Sender FOXNews. Kennedy habe sich auf diese Weise de facto als katholische Frau für Abtreibungen ausgesprochen. Es wäre intellektuell ehrlicher gewesen, wenn sie gesagt hätte, als katholische Frau stimme sie mit dieser Lehre der Kirche nicht überein, fuhr Morris fort. Bei Abtreibungen handle es sich nicht um eine Entscheidung, die dem Gewissen des einzelnen überantwortet sei, sondern hier gebe es klare Lehraussagen der Kirche, sagte Morris.
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