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Erzbischof Schick: 'Das Einmaleins des Glaubens wieder lernen'

11. September 2012 in Deutschland, 2 Lesermeinungen
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Bamberger Erzbischof warnt: Das Jahr des Glaubens verliere seine Wirkung, wenn es an der Basis vorbei gehe und nicht dort wirke.


Bamberg/Vierzehnheiligen (kath.net/bbk) Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick (Foto) hat die Gläubigen dazu aufgerufen, „das Einmaleins des Glaubens“ wieder zu lernen. Der Glaube erscheine heute vielen Menschen wie höhere Mathematik, die sie nicht verstehen und sich deshalb von ihr abwenden, sagte der Erzbischof am Montag im Wallfahrtsort Vierzehnheiligen. „Unser Glaube ist nicht für die höheren Sphären des Lebens wie die abstrakte Mathematik bestimmt. Wir müssen uns die Fundamente wieder mehr bewusst machen.“


In der Kirche werde heute viel diskutiert, organisiert, umstrukturiert und experimentiert, da werde der Wald vor lauter Bäumen manchmal nicht mehr gesehen. „Unser Glaube, unser Christsein, wird zu kompliziert, und manche verlieren die Orientierung“, stellte der Erzbischof fest und mahnte: „Wir sollten das Einmaleins des Glaubens wieder lernen!“

Bischof Schick erinnerte anlässlich der Diözesanwallfahrt des Katholischen Deutschen Frauenbundes Würzburg an das Jahr des Glaubens, das Papst Benedikt XVI. ausgerufen habe und das im Oktober beginne. Dies sei notwendig, verliere aber seine Wirkung, wenn es an der Basis vorbei gehe und nicht dort wirke.

Aufgabe der Christen sei es, zur „Zivilisation der Liebe“ beizutragen. Damit sei gemeint, seine täglichen Aufgaben und Pflichten zum Wohl des Nächsten zu tun und den „Nächsten und Fernsten“ mit guten Worten und helfender Hand beizustehen. „Im Heute glauben“ sei nichts Abstraktes, sei keine Theorie, sondern drücke sich aus im Leben nach den Geboten Gottes und der „goldenen Regel“: „Was du nicht willst, was man dir tut, das füg auch keinem andern zu.“ Bei all dem dürfe jeder Christ gewiss sein, dafür den Lohn Gottes im Himmel zu erhalten. „Ihm dienen wir, wenn wir Gutes tun, wenn wir den Menschen, besonders den Ärmsten und Geringsten, beistehen“, so der Oberhirte. „Wenn wir den Glauben nicht positiv im Heute leben, nimmt uns niemand den Glauben ab und dass er unser Leben bereichert“, sagte der Erzbischof.

Foto: (c) Erzbistum Bamberg


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