
Dortmund (kath.net/pl) „Mit 13, 14 Jahren“ habe er sich bewusst die Frage gestellt: „Kann ich am Sonntagmorgen tatsächlich kicken, obwohl ich eigentlich in die Kirche gehen sollte?“ Das sagte Jürgen Klopp (Foto), Trainer beim Fußballerstligisten Borussia Dortmund, im Interview mit der „Frankfurter Rundschau“. Doch er habe seine Antwort darauf gefunden: „Es kann nicht sein, dass ich eine solche Liebe und Leidenschaft für diesen Sport mitbekommen habe, um dann durch eine Stunde Kirchgang am Sonntag daran gehindert zu werden, ihn auch auszuüben. Zumal die ganze Woche über ja genug Zeit für den Glauben bleibt.“ Seitdem er dies erkannt habe, sei „die Sache für mich klar – bis heute“.
Der praktizierender evangelischer Christ nannte den Glauben „etwas sehr Persönliches, weil man ihn mit sich selbst ausmacht“. Doch „gläubig sein, aber nicht darüber reden wollen – ich wüsste überhaupt nicht, wie das gehen sollte! Wer mich nach meinem Glauben fragt, dem gebe ich Auskunft“. Wenn er „im Glauben auf mich und mein Leben schaue – und die Zeit dafür nehme ich mir jeden Tag –, dann fühle ich mich einfach sensationell gut aufgehoben. Und ich finde es schade, wenn anderen Leuten dieses Gefühl der Geborgenheit fehlt – ohne es zu wissen, logischerweise, denn sonst würden sie wahrscheinlich danach suchen“, erläuterte der Trainer weiter im FR-Interview..
Werbeverträge seien für ihn „ein normaler Teil des Arbeitslebens“, so Klopp, doch mache er auch „genügend Sachen, für die ich keinen Euro kriege. Nur hänge ich das nicht an die große Glocke. Ich bin nicht Botschafter für Unicef oder so was, das stimmt. Aber Gutes tun – das mache ich nicht aus Imagegründen. Und daher im Stillen.“
Foto: © Wikipedia/Christopher Neundorf
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