
Bad Blankenburg (kath.net/pl) „Der Aufruf unterschlägt“, „dass das gemeinsame Fundament in vielen ethischen Fragen durch bedenkliche Entwicklungen in den evangelischen Kirchen in den vergangenen Jahren zunehmend geringer geworden ist.“ Dadurch und durch das unterschiedliche Rechtfertigungsverständnis stehe „die wünschenswerte Einheit“ aber „doch auf sehr tönernen Füßen“. Dies schreibt Michael Diener, der Vorsitzenden der Deutschen Evangelischen Allianz, in seiner Stellungnahme über den Aufruf zur Ökumene von einigen Prominenten und Politikern.
Diener zeigte sich „überrascht, dass der sehr gelehrt und differenziert aufgebaute Aufruf am Ende dann doch recht oberflächlich und pauschal davon spricht, dass die Unterschiede in der Amtsfrage, im Kirchenverständnis und der Sakramentslehre die Trennung nicht rechtfertigen und deshalb auch die institutionelle Einheit fordert“. Damit verkenne der Aufrufe „die tiefe Diskrepanz in den angesprochenen Themenfeldern“.
Die evangelische Allianz unterstütze „den Wunsch nach intensivem Ringen um lehrmäßige Übereinstimmung. Wir wünschen uns eine zeugnisstarke Einheit in versöhnter Verschiedenheit. Aber nach unserer Auffassung ist es nicht die Zeit für eine institutionelle Einheit von evangelischer und katholischer Kirche“.
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