
Hamburg (kath.net/KNA) Wegen ihres Verhaltens in einem Missbrauchsskandal droht den ehemaligen evangelischen Bischöfen Maria Jepsen und Karl Ludwig Kohlwage offenbar ein Gerichtsverfahren. Dem «Hamburger Abendblatt» (Freitag) zufolge geht es um den Verdacht der Strafvereitelung. Die Staatsanwaltschaft Lübeck ermittele derzeit im Ahrensburger Missbrauchsskandal gegen vier Personen. Dazu gehörten Maria Jepsen, bis Juli 2010 evangelisch-lutherische Bischöfin in Hamburg, und Karl Ludwig Kohlwage, der bis 2001 Bischof in Lübeck war.
Sie sollen ebenso wie die damals zuständige Pröpstin und der frühere Personalchef der Nordelbischen Kirche frühzeitig von Missbrauchsvorwürfen gegen den damaligen Ahrensburger Pastor erfahren haben. Dennoch hätten sie nichts unternommen. Die Zeitung zitiert den Pressesprecher der Lübecker Staatsanwaltschaft mit den Worten: «Wir haben der Polizei einen Ermittlungsauftrag erteilt. Es geht um die Frage, wer wann was gewusst hat, aber untätig geblieben ist.»
Der Kirchenkreis Hamburg-Ost wird seit Jahren durch die Aufklärung von Fällen sexualisierter Gewalt durch Kirchenmitarbeiter in Ahrensburg erschüttert. Im Zuge dessen war die langjährige Bischöfin Maria Jepsen 2010 zurückgetreten.
(C) 2012 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
Tweet
Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben



Tippfehler melden
Druckversion


Anderswo...
Top Artikel der letzten 7 Tage
