
Feldkirch (kath.net/KAP) Ein Vorarlberger Pfarrer verzichtet auf sein Priesteramt, weil er nach eigenen Angaben in der Kirche "keine lebbaren Arbeitsbedingungen" mehr vorfinde. Die Diözese Feldkirch teilte am Sonntag mit, dass Ronald Waibel, Pfarrer in Dornbirn-Haselstauden, sein Priesteramt auf eigenen Wunsch niederlegt. Diözesanadministrator Benno Elbs bedauerte die Entscheidung und dankte Waibel für dessen Einsatz als Priester, Seelsorger und Leiter mehrerer Pfarrgemeinden. Er müsse den Entschluss Waibels als dessen persönliche Entscheidung respektieren, obwohl er ihn im Gesamten nicht nachvollziehen könne, erklärte Elbs.
Der Priester wurde mit Sonntag dienstfrei gestellt. In der Zeit der beruflichen Neuorientierung, wird er von der Diözese Feldkirch unterstützt werden. Nach Angaben der Diözese bat Waibel seine Pfarrgemeinde in Haselstauden bei seinem Abschiedsgottesdienst am Sonntag darum, seinen Schritt zu respektieren. Er ermutigte die versammelten Gläubigen, ihr Engagement und ihre Mitarbeit in der Kirche nicht von seiner Entscheidung abhängig zu machen. Er selber werde eine Form finden, sich weiterhin als Christ in der katholischen Kirche zu engagieren.
Hauptgrund für die Entscheidung zur Niederlegung des Priesteramts sei der "zentralistische" Führungsstil und eine mangelnde Reformbereitschaft, teilte Waibel laut einem Bericht der "Vorarlberger Nachrichten" am Ende des Gottesdienstes mit. Als Priester finde er in der Kirche "keine lebbaren Arbeitsbedingungen" mehr vor.
Waibel war 1985 zum Priester geweiht worden und in den darauf folgenden Jahren in Egg, Egg-Großdorf, Klaus und Fraxern sowie Dornbirn-Haselstauden tätig.
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