
Wien (kath.net/KAP) Christoph Kardinal Schönborn (Foto) hat die entscheidende Rolle des familiären Umfeldes für Bildung und Schulerfolg unterstrichen. "Lust am Lernen, am Lesen, am Wissen lernt man nicht vom iPad und iPhone, sondern vom Reden, Lesen, Austauschen in der Familie. Da beginnt die Schulreform", so der Wiener Erzbischof wörtlich in seiner wöchentlichen Kolumne für das Gratisblatt "Heute" (Freitag-Ausgabe).
Schönborn ging auf die vieldiskutierte "Bildungsmisere" in Österreich ein, die sich u.a. in schlechten Ergebnissen bei den Pisa-Studien äußere. Im internationalen Vergleich hinkten Österreichs Schulkinder demnach vor allem beim Lesen, aber auch in Mathematik und in den Naturwissenschaften nach.
Der Kardinal stellte in Frage, ob die Ganztagesschule oder die neue Mittelschule "schon die Lösung sind", um Kindern wieder Lust am Lernen zu machen. Viele Lehrkräfte klagten bei seinen Besuchen in Schulen darüber, dass Eltern Erziehungsaufgaben vermehrt auf die Schule abschieben. "Damit ist aber die Schule überfordert", so Schönborn. Auch wenn sich manche - zumal berufstätige - Eltern in der Kindererziehung überfordert fühlten, gelte es mehr Augenmerk darauf zu richten, dass Zeit für die Familie bleibt.
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Foto Christoph Kardinal Schönborn: (c) Erzdiözese Wien
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