
Brüssel (kath.net/KNA) Die Europäische Rabbinerkonferenz sieht Deutschland an einem Scheideweg in der Frage des Umgangs mit der jüdischen Gemeinschaft. Die drohende strafrechtliche Verfolgung eines Rabbiners wegen der Durchführung von Beschneidungen und der jüngste Angriff auf einen Rabbiner in Berlin seien «im Kontext eines wachsenden Grades von Unsicherheit und Antisemitismus in Deutschland» zu sehen, erklärte der Vorsitzende der Konferenz, Pinchas Goldschmidt, am Freitag.
Es werde immer deutlicher, «dass in Deutschland ein Kampf ausgefochten wird zwischen denen, die Freiheit und Toleranz wirklich achten, und denen, die gerne ein Ende der deutschen jüdischen Gemeinschaft sehen wollen», sagte Goldschmidt. Der Konferenzvorsitzende begrüßte zwar den Rückhalt durch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Berlins Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD). Auf der anderen Seite seien die Juden aber konfrontiert «mit engstirnigen humanistischen Aktivisten und gewalttätigen Schlägern».
«Wir haben Deutschland für die Entwicklung der vergangenen 65 Jahre gelobt, aber jetzt steht das Land erneut auf dem Prüfstand, und die Welt wird die Reaktion genau beobachten», sagte Goldschmidt. Die Bundesregierung müsse unverzüglich klarstellen, dass öffentliche Bekenntnisse zu Freiheit und Toleranz nicht nur «abgedroschene Plattitüden» seien, sondern zu deutschen Werten und Prioritäten gehörten.
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kathTube: Jüdisches Musikvideo: Juden beten an der Klagemauer in Jerusalem (Lied: Sch´ma Jisrael -שמע ישראל)
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