
Maria Vesperbild (kath.net/jg)
Kardinal Rainer Maria Woelki, Erzbischof von Berlin, hat in seiner Predigt zu Maria Himmelfahrt auf aktuelle Herausforderungen beim Lebensschutz Bezug genommen. Eine Gesellschaft, die nicht mehr um ihre Herkunft von Gott und die Zukunft ihrer Kinder, Kranken und Alten wisse, habe keine Zukunft, sagte der Kardinal laut einem Bericht der „Sonntagszeitung“.
Kardinal Woelki war von Wallfahrtsdirektor Prälat Wilhelm Imkamp zu Maria Himmelfahrt als Festprediger nach Maria Vesperbild eingeladen worden. Seine Predigt vor etwa 15.000 bis 18.000 Pilgern hatte drei Schwerpunkte. Das Sterben-Müssen sei die letzte große Aufgabe im Leben des Menschen, sagte er einleitend. Der Tod sei aber nicht das Ende, sondern der Hinübergang in das ewige Leben. Ohne diese Überzeugung sei der christliche Glaube Schall und Rauch. Das Evangelium sei eine Botschaft des Lebens. Der Tod und die Auferstehung Christi sowie die Aufnahme Mariens in den Himmel gäben dafür Zeugnis, betonte der Kardinal.
Das irdische Leben des Menschen sei in das ewige Leben eingeschlossen, fuhr Woelki fort. Doch sei dieses Leben zunehmend bedroht, auch in Europa. Er kritisierte den neuen Bluttest, der eine Diagnose des Down-Syndroms bei Ungeborenen ermögliche. Dadurch sie eine Selektion behinderter Kinder bereits im Mutterleib möglich geworden. Auch die alten Menschen seien in Gefahr, da der Chor derer, die eine Ausweitung der Euthanasie forderten, immer größer werde. „Gott hat den Menschen nicht erschaffen, um ihn durch die Hand anderer sterben zu lassen“, setzte der Kardinal diesen Entwicklungen entgegen.
Foto: (c) www.maria-vesperbild.de
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