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'Zur christlichen Prägung unseres Landes stehen'

30. August 2012 in Deutschland, 11 Lesermeinungen
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Weihbischof Wolfgang Bischof kritisiert Werbeprospekt, der Zugspitze ohne Gipfelkreuz zeigt


München (kath.net/pem) Weihbischof Wolfgang Bischof, zuständig für die Seelsorgsregion Süd der Erzdiözese München und Freising, hat einen Werbeprospekt für arabischsprachige Touristen kritisiert, auf dem die Zugspitze ohne ihr Gipfelkreuz gezeigt wird. „Der Prospekt vermittelt ein falsches Bild unserer Kulturlandschaft“, erklärt der Weihbischof. „Gipfelkreuze gehören ganz selbstverständlich zu den bayerischen Bergen. Sie zeigen die christliche Prägung unserer Gesellschaft und damit auch unserer Kulturlandschaft. Zu dieser Prägung sollten wir stehen.“

Gipfelkreuze drückten die Dankbarkeit für Gottes Schöpfung aus, so Weihbischof Bischof: „Sie sind aber auch Symbol für das Gebet um gutes Wetter, um eine gefahrlose Wanderung; darum, dass die Kräfte der Natur dem Menschen dienen und ihm nicht schaden.“ Dass eigens für das Foto des arabischsprachigen Prospekts eine geringfügig andere Perspektive gewählt wurde, aus der das Gipfelkreuz nicht zu sehen ist, bezeichnet der Weihbischof als „unnötig und irreführend“: „Hier könnte auch der Eindruck entstehen, man wollte die religiösen Wurzeln Bayerns verleugnen.“

Die Gestaltung des Prospekts nehme nicht zuletzt die Touristen, die er einladen solle, nicht ernst, so der Weihbischof: „Auch Gäste, die nicht zum Christentum gehören, kommen ja nicht nur wegen des Schnees. Sie möchten das Land, die Menschen, die Gesellschaft vor Ort kennen lernen. Und das Christentum gehört ganz selbstverständlich zu Bayern – wie die Berge, die Seen und die Wälder.“

„Die meisten Bayern werden das ein oder andere Foto im Familienalbum haben, das sie neben einem Gipfelkreuz zeigt, erschöpft, aber glücklich darüber, den Gipfel erreicht zu haben und die Aussicht genießen zu können. Kaum einer würde auf die Idee kommen, für das Gipfelfoto eine Perspektive zu wählen, bei der das Kreuz nicht zu sehen ist“, so Weihbischof Bischof. Er möchte den Verantwortlichen für den Prospekt ein Treffen anbieten, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen.


Foto: © Fiegle, Michael: Wikipedia.de


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