
Magdeburg (kathnet/idea) Kritik an dem umstrittenen „Praena-Test“ hat die Bischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Ilse Junkermann (Magdeburg), geübt. Mit diesem vorgeburtlichen Bluttest können Schwangere frühzeitig erkennen, ob ihr Kind am Down-Syndrom (Trisomie 21) erkrankt ist.
In einer Predigt im Magdeburger Dom am 26. August bezeichnete Junkermann es als „Skandal, dass kein Sturm der Entrüstung durch dieses Land geht“. „Welch ein Skandal, dass dieser Test mit öffentlichen Mitteln entwickelt wurde – in diesem Land, in dem vor 73 Jahren im sogenannten Euthanasieprogramm das große Töten begann.“ Für Eltern bedeute dies zudem, dass sie entscheiden müssten, „ob dieses Kind ein Lebensrecht hat“.
Kritiker befürchten, dass ein positives Testergebnis dazu führe, dass Kinder mit Down-Syndrom abgetrieben werden. Trisomie 21 führt zu geistigen Behinderungen und körperlichen Auffälligkeiten. Mit dieser Anomalie werden in Deutschland schätzungsweise jährlich etwa 700 bis 800 Kinder geboren. Gegen die Zulassung hatten in Deutschland unter anderem die Christdemokraten für das Leben (CDL), die Ärztevereinigung Lebensrecht und andere Lebensrechtsgruppen sowie Behindertenverbände protestiert. Seit Anfang vergangener Woche ist der Test auf dem Markt.
Gigi - der fröhliche Botschafter für Trisomie 21 (Down-Syndrom)
![]()
Tweet
Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben



Tippfehler melden
Druckversion



Anderswo...
Top Artikel der letzten 7 Tage

