
Heidelberg (kath.net/idea) Erstmals hat ein SPD-Kreisverband Laizisten als offiziellen Arbeitskreis anerkannt. Der Kreisvorstand der Partei in Heidelberg stimmte der Einrichtung eines Arbeitskreises „LaizistInnen in der SPD“ zu. Er dient nach eigenen Angaben „dem Austausch der laizistischen, konfessionsfreien und atheistischen GenossInnen sowie Aktiven, denen eine engagierte Religionspolitik und kritische Betrachtung der Verhältnisse von Staat und Religion am Herzen liegt“. Vorsitzender ist der Historiker und Journalist Marc Mudrak.
Der SPD-Bundesvorsitzende Sigmar Gabriel hatte im Oktober 2010 erklärt, dass der Parteivorstand die Gründung solcher Arbeitskreise nicht unterstütze. Damals hatte der Fraktionsreferent der SPD im baden-württembergischen Landtag, Nils Opitz-Leifheit, einen bundesweiten Laizisten-Arbeitskreis angeregt und über 300 Unterstützer gefunden.
Der Sprecher der „Christinnen und Christen in der SPD“, Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse, kritisierte das Vorhaben als „dramatische Einengung der SPD“. Es gebe keinen Anlass für eine künstliche Distanz zu den Kirchen, da man in vielen sozialen Fragen übereinstimme. Seither organisierten sich die Laizisten als freie Gesprächskreise außerhalb der Parteistrukturen.
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