24 August 2012, 08:00
Evangelischer Altbischof spricht bei Treffen des Papstes
 
Hildegard13
 
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Ulrich Wilckens referiert beim „Ratzinger-Schülerkreis“ über die Einheit der Kirchen – Der einst theologisch liberale Wilckens erlebte 1990/91 eine persönliche Wende, als er lebensbedrohlich an Krebs erkrankte.

Rom (kath.net/idea) Als evangelischen Ökumene-Fachmann hat Papst Benedikt XVI. den nordelbischen Altbischof Ulrich Wilckens (Foto) zum Treffen des „Ratzinger-Schülerkreises“ am 1. und 2. September in Castel Gandolfo bei Rom eingeladen. Der 84-Jährige wird ein Referat über Voraussetzungen für die Einheit der Kirchen halten. Das bestätigte der Theologe gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea.

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Wilkens leitete von 1981 bis 1991 den Sprengel Holstein-Lübeck. Ab 1986 war der gebürtige Hamburger auch Vorsitzender der nordelbischen Kirchenleitung. Bevor Wilckens Bischof wurde, war er Professor für Neues Testament in Marburg, Bethel und Hamburg. Er hat das Neue Testament übersetzt und sich auch durch mehrere theologische Kommentare große Anerkennung erworben. Der einst theologisch liberale Wilckens erlebte 1990/91 eine persönliche Wende, als er lebensbedrohlich an Krebs erkrankte.

Am Ende seiner Amtszeit als Bischof forderte er eine tiefgreifende geistliche Erneuerung. 2009 und 2011 wirkte Wilckens bei ökumenischen Bekenntniskongressen der theologisch konservativen Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften mit.

Benedikt XVI., der vor seiner Wahl zum geistlichen Oberhaupt der katholischen Kirche Joseph Ratzinger hieß, lädt seit seiner Zeit als Hochschullehrer in Regensburg einmal jährlich rund 40 ehemalige Doktoranden zu einem Austausch ein. Im Jahr 2008 wurde das Treffen um den „Neuen Schülerkreis Joseph Ratzinger/Papst Benedikt XVI.“ erweitert, dem etwa 20 jüngere Theologen angehören. Darunter ist auch der Dozent für Ethik und Dogmatik am Theologischen Seminar St. Chrischona, Werner Neuer, der häufig als einziger Protestant an den Treffen teilnimmt.

Die vorerst letzten evangelischen Referenten waren im Jahr 2008 die emeritierten Tübinger Theologieprofessoren Martin Hengel und Peter Stuhlmacher, die über Jesus und die Evangelien sprachen, und ein Jahr später der frühere Missionswissenschaftler Prof. Peter Beyerhaus (Gomaringen bei Tübingen) mit einem Vortrag über die Evangelisierung Europas.

Foto Ulrich Wilkens: www.bischof-wilckens.de






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