22 August 2012, 08:00
Studie: Religiöse US-Bundesstaaten spenden großzügiger
 
Hildegard13
 
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Ein Zusammenhang besteht der Statistik zufolge auch zwischen Spendenverhalten und politischer Ausrichtung. Von den zehn knausrigsten Staaten seien neun Unterstützer der Demokraten, so die Untersuchung.

Washington (kath.net/KNA) US-Bundesstaaten mit einer starken religiösen Prägung sind laut einer am Montag veröffentlichten Studie spendenfreudiger als säkularisierte. Den Spitzenplatz auf einer Skala der Freigiebigkeit belegt demnach der Mormonen-Staat Utah. Dort geben die Bürger den zehnten Teil ihres Einkommens für gemeinnützige Zwecke, genau 10,6 Prozent. Ein Zusammenhang besteht der Statistik zufolge auch zwischen Spendenverhalten und politischer Ausrichtung. Von den zehn knausrigsten Staaten seien neun Unterstützer der Demokraten, so die Untersuchung.

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Der Bundesdistrikt Columbia, mit einem Spendenaufkommen von 7,7 Prozent auf Platz zwei, zeige zwar keine besondere religiöse Prägung. Ein Faktor für Großzügigkeit sei aber die Vielfalt unterschiedlicher Gruppen in der Bevölkerung der Bundeshauptstadt Washington. Besserverdienende mit umgerechnet mehr als 160.000 Euro Jahreseinkommen seien weniger gebefreudig. Tendenziell seien Menschen spendenbereiter, wenn sie selbst von sozialen Herausforderungen betroffen seien.

Die Staaten auf Platz drei (Mississippi, 7,2 Prozent Spenden) und vier (Alabama, 7,1 Prozent) gehören zum konservativ-christlichen «Bible Belt», während Tennessee - der Studie zufolge auf Rang fünf (6,6 Prozent) - Heimat christlicher Gemeinschaften der Southern Baptist Convention und der National Baptist Convention ist.

In den USA gibt es keine Kirchensteuer. Ohne die religiösen Spenden ändertsich freilich das Bild. Bezogen auf Zuwendungen für nichtreligiöseEmpfänger liegt der Staat New York auf dem zweiten Platz statt in derGesamtstatistik auf Platz 18.

Im Durchschnitt spenden die US-Amerikaner 4,7 Prozent ihres Einkommens. In der Einkommensklasse von 40.000 bis 60.000 Euro liegt der Spendendurchschnitt laut «Chronicle of Philanthropy» deutlich höher bei 7,6 Prozent, während Wohlhabendere mit über 80.000 Euro Jahreseinkommen nur 4,2 Prozent für wohltätige Zwecke geben. Besserverdienende ab 160.000 Euro Jahresgehalt tendierten zu niedrigen Spenden, wenn sie in reichen Wohngegenden lebten. Sie näherten sich aber dem allgemeinen Spendendurchschnitt, wenn sie weniger Begüterte in der Nachbarschaft hatten.

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