15 August 2012, 11:01
Eine Welt fern von Gott wird nur schlechter
 
Hildegard13
 
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Benedikt XVI. am Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel: Maria – die Morgenröte und der Glanz der triumphierenden Kirche. Von Armin Schwibach

Rom (kath.met/as) Messe zum Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel in Castel Gandolfo: um 8:00 Uhr feierte Papst Benedikt XVI. in der Pfarreikirche „San Tommaso da Villa nova“ den Gottesdienst. Gott warte auf den Menschen, so Benedikt XVI. in seiner Predigt, „das ist unsere Hoffnung“. Eine Welt fern von Gott werde nur schlechter.

Der Papst erinnerte an das Dogma, mit dem Papst Pius XII. erklärt habe, dass Maria nach dem Ende ihres Erdenlebens mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen worden sei. Diese Glaubenswahrheit habe die Tradition gekannt. Sie sei von den Kirchenvätern überliefert worden und vor allem ein bedeutender Aspekt der Marienverehrung gewesen. Gerade das Element des Kultes habe das bewegende Moment zur Formulierung dieses Dogmas gebildet. Wie in der apostolischen Konstitution „Munificentissimus Deus“ erklärt werde, sei das Dogma zur Ehre des Sohnes, zur Verherrlichung der Mutter und zur Freude der ganzen Kirche ausgerufen worden. Auf diese Weise sei in dogmatischer Form das ausgedrückt worden, was bereits im Kult und in der Verehrung des Volkes als die höchste Verherrlichung Mariens gefeiert worden sei. Das heutige Hochfest lade dazu ein, Gott zu loben und auf die Größe der Gottesmutter zu blicken.

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Der heilige Lukas sehe die Wurzel der Erhebung und des Lobes Marienns in den Worten Elisabets: „Selig ist die, die geglaubt hat“ (Lk 1,45). Das „Magnificat“ sei dann ein Hymnus des Glaubens und der Liebe, der dem Herzen der Jungfrau entspringe. Maria habe mit beispielhafter Treue gelebt und im Innersten ihres Herzens die Worte Gottes an sein Volk bewahrt. Im Magnificat „war das Wort Gottes zum Wort Mariens geworden, Leuchte auf ihrem Weg, so dass sie bereit gemacht wurde, auch in ihrem Schoß das fleischgewordene Wort Gotte aufzunehmen“.

Das heutige Evangelium rufe diese Gegenwart Gottes in der Geschichte mit ihren Ereignissen in Erinnerung. Maria, die die Geburt Jesu erwartet, „ist die Heilige Bundeslade, die in sich die Gegenwart Gottes trägt, eine Gegenwart, die Quelle des Trostes, der vollen Freude ist“. Maria ist „der Besuch Gottes, der Freude schafft“.

In Gott gebe es Raum für den Menschen, so Benedikt XVI. in freier Rede weiter. Indem sich Maria mit Gott vereine, entferne sie sich nicht vom Menschen, „sie geht in keine unbekannte Galaxis“. Vielmehr komme sie nahe, da Gott allen Menschen nahe sei. Die völlig mit Gott vereinte Maria „hat ein so großes Herz, dass die ganze Schöpfung in es eintreten kann“. Die Votivgaben in aller Welt zeigten dies. Vereint mit Gott habe Maria ein Herz, das wie das Herz Gottes sei.

Doch auch im Menschen „gibt es Platz für Gott“. Diese Gegenwart Gottes im Menschen sei wichtig, um die Welt in ihrer Traurigkeit und in ihren Problemen zu erleuchten. Der Papst mahnte, das Sein des Menschen für Gott zu öffnen, „damit er in uns eintreten und die Kraft sein kann, die Leben schenkt“. Wenn sich der Mensch Gott öffne, so verliere er nichts, im Gegenteil, „unser Leben wird reich und groß“.

Heute hofften viele auf eine bessere Welt, so Benedikt XVI. weiter. Doch man wisse nicht, wann diese bessere Welt komme. Sicher jedoch sei, dass eine Welt fern von Gott nicht besser, sondern schlechter werde. Allein die Gegenwart Gottes „kann auch eine gute Welt gewährleisten“. So gebe es eine sichere Hoffnung: „Gott wartet auf uns, wird gehen nicht ins Leere hinein, wir sind erwartet und finden, wenn wir in die andere Welt gehen, die Güte der Mutter, wir finden die Unseren, die ewige Liebe. Gott wartet auf uns, das ist unsere große Freude und unsere große Hoffnung, die gerade aus diesem Fest heraus entsteht“. Maria „ist die Morgenröte und der Glanz der triumphierenden Kirche. Sie ist der Trost und die Hoffnung, für ein Volk, das noch unterwegs ist“.











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