13 August 2012, 12:00
Katholik Paul Ryan wird 'Running Mate' von Mitt Romney
 
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Der sportlichste Abgeordnete der USA wird möglicherweise nächster Vizepräsident der USA. Paul Ryan steht für katholische Werte und möchte der kommenden Generation keinen Schuldenberg hinterlassen

Richmond (kath.net/rn)
Der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney hat am vergangenen Samstag im Bundesstaat Virginia den katholischen US-Kongressabgeordneten Paul Ryan (Foto) als seinen „Running Mate“ vorgestellt. Der 42-jährige Ryan gilt als junger und intellektueller Shooting-Star seiner Partei. Er ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt im US-Bundesstaat Wisconsin in Janesville. Dort ist er Mitglied der Pfarrei Johannes-Maria Vianney.

Paul Ryan gilt als überzeugter Lebensschützer. Bei der Präsentation von Ryan erklärte Romney, dass Ryan ein gläubiger Katholik sei und er an den Wert und die Würde jedes menschlichen Lebens glaube. Großen Beifall bekam er bei der Vorstellung am Samstag, als er erklärt, die Rechte der Bürger leiteten sich von der Natur und Gott ab – und nicht von der Regierung.

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Paul Ryan ist seit 14 Jahren Abgeordneter im US-Bundesstaat Wisconsin und hat einen ursprünglich demokratischen Wahlkreis für die Republikaner zurückerobert. Er gilt auch als ungewöhnlich sportlich, fast jeden Morgen sieht man den Abgeordneten in Washington beim Joggen. Als mächtiger Chef des Haushaltsausschusses im Repräsentantenhaus ist für ihn derzeit das wichtigste Thema die Wirtschaftspolitik. Den Staat möchte er noch mehr beschränken und in den kommenden Jahren mehr als sechs Billionen Dollar (4.8 Billionen Euro) beim Haushalts einsparen. Außerdem soll es eine große Steuerreformen geben und das Sozialsystem soll auf neue Füße gestellt werden.

Mit Blick auf das Staatsdefizit der USA meint er: “Uns läuft die Zeit davon.” Wenn jetzt nicht gehandelt werde, gebe es schmerzhafte Konsequenzen. Ryan ist überzeugt davon, dass es unverantwortlich ist, wenn man der nächsten Generation einen riesigen Schuldenberg übergibt.

Im Frühjahr 2012 stellte er sein Zukunftsprogramm “The Path of Prosperity” vor und bekam für seine radikalen Kürzungsvorschlägte allerdings auch prompt Kritik von einem Bischof der US-Bischofskonferenz, da arme und schutzlose Menschen von den Kürzungen laut einem Sprecher der US-Bischöfe davon unverhältnismäßig stark betroffen wären. Für Ryan selbst ist klar, dass man bei Ausgabenkürzungen auch unter Katholiken unterschiedlicher Meinung sein könne. Bei einer Veranstaltung an der Georgetown Uni im April 2012 verteidigte Ryan seine Position und erklärte, dass arme Menschen durch Regierungsschulden auf Dauer mehr betroffen seien als durch Ausgabenkürzungen. Die regierungs-zentrierte Hilfe für die Armen habe versagt. Ausdrückliches Lob für Paul Ryan und seine Budgetideen gab es übrigens 2011 von Erzbischof Timothy Dolan, dem Vorsitzenden der US-Bischofskonferenz. Dieser lobte lobt Ryan in einem Briefwechsel, weil sich dieser bei der Erstellung des Budgets an die Normen und Prinzipien der katholischen Soziallehre halten möchte. I

Lob für die Ernennung von Paul Ryan gibt es auch von Lebensschutzgruppen. Austin Ruse, der Präsident des „Catholic Family & Human Rights“-Instituts, und Cathy Ruse, eine Sprecherin des Family Research Council, erklärten in einer Aussendung: „Mitt Romney könnten keine besser Person als Paul Ryan ausgewählt haben. Er ist 100 Prozent pro-life.“, erklärten sie gegenüber der Nachrichtenagentur CNA. Die Lebensschutzorganisation „Wisconin Right to Life“ teilte mit, dass Ryan in einer Vergangenheit ein beliebter Sprecher bei Pro-Life-Konferenzen war.

Auch gegen die „Homo-Ehe“ hat sich Ryan immer wieder ausgesprochen. So verpflichtete er sich sogar schriftlich, dass für ihn es nur eine Ehe zwischen einem Mann und einer Frau geben werde und er auch bei kommenden Richterernennung nur Richter ernennen werde, die hier klar die Ehe zwischen Mann und Frau verteidigen.

Lob für Paul Ryan kommt auch vom mächtigen „Wall Street Journal“. „Der Typ glaubt wirklich an etwas“, schrieb das Blatt. "Er vertritt die neue Generation der Reformer“, lautete das Urteil, das in einem Vergleich mit Ex-Präsidenten Ronald Reagan mündete: "Wie Reagan hat er eine einfache Heiterkeit und die Gelassenheit von jemandem aus dem Mittelwesten".

Lesetipp: Interessanter Briefwechsel zwischen Paul Ryan und Erzbischof Timothy M. Dolan (New York)

Brief von Paul Ryan an Erzbischof Dolan

Brief von Erzbischof Dolan an Paul Ryan


Originalzitat von Paul Ryan: „I cannot believe any official or citizen can still defend the notion that an unborn human being has no rights that an older person is bound to respect.“


Website: www.ryanforcongress.com

EWTN-Interview mit Paul Ryan





kathTube-Dokument: Die Antrittsrede von Paul Ryan vom Samstag, 11. August 2012









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