08 August 2012, 10:30
Australien: Hostie für einen Hund
 
Hildegard13
 
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Bei einer Liturgiefeier in Melbourne gab ein Teilnehmer seinem Hund eine Hostie. Die Feier wurde von einer Gruppe veranstaltet, die ein suspendierter katholischer Priester gegründet hat.

Melbourne (kath.net/CWN/jg)
Bei einer liturgischen Feier der Gruppe „Inclusive Catholics“ (dt. „Integrative Katholiken“) in Melbourne hat ein Hund eine Hostie erhalten. Die Gruppe wurde von Greg Reynolds, einem suspendierten katholischen Priester der Erzdiözese Melbourne, gegründet. Reynolds hielt sich während der von einer Frau geleiteten Feier weitgehend im Hintergrund, berichtet die Zeitung „The Age“. Es ist daher fraglich, ob überhaupt eine gültige Messe gefeiert wurde und die Hostie tatsächlich konsekriert worden war. Zu dem Vorfall kam es, als die Hostien und der Kelch unter den Teilnehmern herumgereicht wurden. Ein Besucher nahm eine Hostie und gab sie seinem Hund, den er zu der Feier mitgenommen hatte, berichtet die Zeitung.

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Reynolds hat die „Inclusive Catholics“ nach seiner Suspendierung 2011 gegründet. Anlass für sein Ausscheiden aus dem priesterlichen Dienst der Erzdiözese Melbourne war seine offen vertretene Ansicht, die Lehre Kirche hinsichtlich Homosexualität und Frauenordination sei falsch. Er habe die „Inclusive Catholics“ gegründet, um mit gleichgesinnten Katholiken die Eucharistie feiern zu können, schreibt Reynolds auf der Internetseite der Gruppe. Er stehe zur katholischen Lehre über die Eucharistie, einschließlich der Realpräsenz, wolle aber niemand von der Kommunion ausschließen. Die Gruppe bekenne sich auch zur hierarchischen Struktur der katholischen Kirche und zur „wichtigen Rolle des Papstes, der Bischöfe, Priester und Diakone“, sei aber unzufrieden damit, wie diese Rollen ausgefüllt würden, heißt es weiter auf der Internetseite. Sie sei sich über ihren Status nicht im Klaren, berichtet „The Age“. Die Frage ob die „Inclusive Catholics“ Teil der Kirche oder eine Abspaltung wären, sei während der Feier thematisiert worden, berichtet die Zeitung.

An der Feier nahmen „bis zu vierzig Leute“ teil, schreibt „The Age“. Sie wurde in einer protestantischen Kirche abgehalten.






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