
Paris (kath.net/KAP) Die französischen Bischöfe haben ihre Gläubigen zum Gebet für die Regierung und den Schutz der Familie aufgerufen. Spezielle Fürbitten sollen am 15. August, dem Hochfest Mariä Himmelfahrt, in allen französischen Diözesen gebetet werden. Französische Medien bezeichneten dies als kirchliche Initiative gegen eine Liberalisierung des Familienrechts.
Die neue sozialdemokratische Regierung hatte im Juli angekündigt, die Ehe für homosexuelle Partner zu öffnen sowie die Adoption für homosexuelle Paare zu erleichtern.
Ein Gebet für die französische Nation ist am 15. August seit längerer Zeit üblich. In dem Gebet heißt es unter anderem, die neu gewählten Politiker sollten "die Kraft haben, ihrem Gewissen zu folgen". Das Wohl der Gesellschaft dürfe nicht von "besonderen Wünschen" überlagert werden. Kinder müssten "von der Liebe eines Vaters und einer Mutter" profitieren. Außerdem dürfe die Hoffnung von Familien auf Unterstützung durch die Gesellschaft nicht enttäuscht werden.
Der Sprecher der Französischen Bischofskonferenz, Bernard Podvin, erklärte einem Zeitungsbericht zufolge, um die soziale Verfassung der französischen Gesellschaft stehe es "sehr schlecht". Auch die Pläne zur Gesetzgebung beobachte man mit großer Sorge "hinsichtlich der Entscheidungen, die das Modell Familie prägen werden".
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Foto: (c) Kirche in Not
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