05 August 2012, 09:48
Manila: Katholischer Massenprotest gegen geplantes Verhütungsgesetz
 
Hildegard13
 
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Bei dieser zentralen Kundgebung der Philippinischen Bischofskonferenz protestierten Zehntausende gegen ein von der UNO gestütztes staatliches "Gesetz über reproduktive Gesundheit"

Manila (kath.net/KNA) Zehntausende Katholiken haben am Samstag in der philippinischen Hauptstadt Manila gegen einen Gesetzentwurf zur Gratisverteilung von Verhütungsmitteln protestiert. Nach Medienberichten wurde diese zentrale Kundgebung der Philippinischen Bischofskonferenz von Priestern und Ordensleuten angeführt. Auch die Erzdiözese Manila hatte alle Priester, Ordensleute und Laien zu dieser Gebetskundgebung eingeladen.

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In seiner Botschaft an die Demonstranten bezeichnete Socrates Villegas, Erzbischof von Lingayen-Dagupan und Vizevorsitzender der Philippinischen Bischofskonferenz, die Korruption als das größte Problem der Philippinen, das durch den Gesetzentwurf nur verschlimmert werde. «Der Einsatz von Mitteln der Regierung und der Steuerzahler für Verhütungspillen ist Korruption», betonte Villegas, wie das Nachrichtenportal der Bischofskonferenz mitteilt.

Das «Gesetz über reproduktive Gesundheit» soll der Sexualaufklärung als Pflichtveranstaltung an Schulen sowie der kostenlosen Abgabe von Verhütungsmitteln durch staatliche Gesundheitseinrichtungen den Weg ebnen.

Voraussichtlich am kommenden Dienstag wird das philippinische Repräsentantenhaus darüber abstimmen. Dessen Zustimmung gilt als wahrscheinlich, weil Präsident Benigno Aquino (Liberal Party) im Repräsentantenhaus über die Mehrheit verfügt.

Im Senat, der zweiten Kammer des Parlaments, dominieren jedoch die Gegner einer Neuregelung.

Am Tag vor der Massenkundgebung hatte der Exekutivdirektor der Bischofskommission für Familie, Pater Melvin Castro, gegenüber philippinischen Medien mit Blick auf die im kommenden Jahr anstehenden Parlamentswahlen die «Macht der katholischen Wähler» hervorgehoben. Die Kirche werde alles daran setzen, dass die Befürworter des Gesetzentwurfs abgewählt würden.

Unterorganisationen der UNO hatten sich am vergangenen Freitag hinter den Gesetzentwurf gestellt. Sie hoben hervor, dass mehr Sexualaufklärung und besserer Zugang zu Verhütungsmitteln im Kampf gegen Aids und Armut, die durch das Bevölkerungswachstum verursacht werde, förderlich seien.

(C) 2012 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.

Foto: (c) cbcpforlife.com






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