05 August 2012, 07:46
US-Republikaner verteidigen bibeltreuen Firmenchef
 
Hildegard13
 
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Streit um Fast-Food-Kette „Chick-fil-A“: „Ideologische Konformität zu verlangen, um ein Geschäft führen zu dürfen, ist ein gefährlicher Präzedenzfall. Es ist etwas, das in der Sowietunion passiert wäre“, schreiben jetzt republikanische Abgeordnete.

Atlanta (kath.net) In den USA geht der Politstreit rund um die Fast-Food-Kette “Chick-fil-A” weiter. Nachdem Firmenchef Dan Cathy (siehe Foto) auf Medienanfrage sagte, dass er die biblische Sicht der Ehe unterstütze, gingen die Wogen hoch. Zahlreiche Politiker distanzierten sich, eine Partnerfirma kündigte die Zusammenarbeit auf, Universitäten verbannten die Lokale von ihrem Campus. Konservative Politiker und Prominente hingegen zeigten offen Unterstützung. Zuvor waren auch Millionenspenden des betont christlichen Unternehmens an freikirchliche Organisationen bekannt geworden, die auch speziell für Homosexuelle beten.

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Jetzt hat ein republikanischer Abgeordneter aus Mississippi, Alan Nunnelee, in einem offenen Brief den Firmenchef Dan Cathy und das Unternehmen verteidigt; der Brief wurde von 16 weiteren Abgeordneten unterschrieben. Das meldet Foxnews.

"Wir schreiben Ihnen heute, um unsere Unterstützung zu zeigen für die Art, wie Sie Ihre Werte und Ihren Ruf angesichts von unfairer und bösartiger Kritik verteidigt haben“, beginnt der Brief.

Die Abgeordneten zeigten sich „befremdet“ darüber, dass Lokalpolitiker aus Boston, Chicago, New York und San Francisco gesagt hatten, Filialen des Unternehmens seien aufgrund von Cathys Sichtweise nunmehr unwillkommen in ihren politischen Gemeinden, und dass sie eine Expansion dort verhindern würden. Er kritisierte die „gemeine Schmierenkampagne“ und schrieb: "Wir heißen Chick-fil-A-Investitionen in unseren Bezirken willkommen.”

"Gewählte Vertreter, die jetzt damit drohen, neue Chick-fil-A-Lokale in ihren Städten zu verhindern, handeln auf eine sehr unamerikanische Art. Ideologische Konformität zu verlangen, um ein Geschäft führen zu dürfen, ist ein gefährlicher Präzedenzfall. Es ist etwas, das in der Sowietunion passiert wäre.“

Die Firma hat seither mehrfach betont, dass ihre Betreiber, die die biblische Sicht von Ehe hochhalten, natürlich jeden Menschen gemäß seiner Würde und unabhängig von der sexuellen Orientierung respektieren.

Der Bürgermeister von Boston, Thomas Menino, sagte zunächst dem Boston Herald, dass er diese Restaurantkette nicht länger in seiner Stadt haben wolle, lenkte aber später ein, dass er nicht das Recht habe, Cathy von seiner Arbeit abzuhalten.

Mehrere Universitäten, darunter die University of Illinois, die University of Kansas, die Indiana University-Purdue, die University Indianapolis, die Ball State University, das College of Charleston, die Wichita State University und die Minnesota State University haben die Restaurants der Kette von ihrem Campus entfernt. Vor einem neu eröffneten Restaurant in Laguna Hills blockierten Protestierende die Eingänge.

Welche genauen Worte Dan Cathys haben nun einen solchen Aufruhr erzeugt? Die Zeitung „Baptist Press“ hatte Dan Cathy darauf angesprochen, dass nicht alle seine starke Unterstützung für die traditionelle Familie teilten. „Ja, schuldig im Sinne der Anklage“, antwortete Cathy.

"Wir unterstützen die Familie sehr – die biblische Definition der Familie. Wir sind ein Betrieb in Familienbesitz, von der Familie geführt, und wir sind mit unserer ersten Frau verheiratet. Wir danken Gott dafür.“ Seine Firma wolle alles tun, um Familien zu stärken. „Wir wollen auf diesem Kurs bleiben. Wir wissen, dass das nicht jedem gefallen mag, aber wir danken dem Herrn, dass wir in einem Land leben, wo wir unsere Werte teilen und nach biblischen Prinzipien handeln können.“ Die Familie gehört zur Vereinigung der Südlichen Baptisten, der größten protestantischen Konfession der USA.

Chick-fil-A, mit seinen 1608 Lokalen inzwischen eines der größten Privatunternehmen der USA, hält an Sonntagen seine Restaurants geschlossen, um den Mitarbeitern einen arbeitsfreien Sonntag mit Kirchenbesuch zu ermöglichen. Diese Praxis ist einzigartig in den USA, wo sonntags alle Geschäfte geöffnet sind. Cathy sagte, bei der Gründung des Unternehmens 1946 sei der freie Sonntag noch allgemein üblich gewesen, und seine Firma habe dies schlicht aus christlichen Gründen immer beibehalten.

Foto: (c) www.chick-fil-a.com









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