27 Juli 2012, 12:00
Linz: Black-Metal-Konzert ist 'christen- und religionsfeindlich'
 
Hildegard13
 
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Katholische Jugend Oberösterreich protestiert gegen geplantes Konzert Mitte August in Mining

Linz (kath.net/KAP) In den Reigen der Kritik an einem für Mitte August im oberösterreichischen Mining geplanten Black-Metal-Festival stimmt nun auch die Katholische Jugend ein. Die von den angekündigten Bands verbreiteten Inhalte seien "übelste christen- und religionsfeindliche Hetzpropaganda", betonte der Vorsitzende der Katholischen Jugend Oberösterreich, Stefan Asböck, in einer Aussendung. In den Texten aber auch in den Aussagen der auftretenden Musiker in Interviews im Vorfeld komme eine "menschenverachtende, glaubensverachtende und zu Gewalt aufrufende Propaganda" zum Ausdruck, die "nichts mit Musikkultur zu tun" habe. Das Festival müsse daher verboten werden.

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Das Metal-Festival "Castle Invasion" ist für den 17. und 18. August in Mining (Bezirk Braunau) geplant. Kritik kam bereits von Seiten des Jugendschutzreferenten und Landeshauptmann-Stellvertreters Josef Ackerl, der ebenfalls "gewaltverherrlichende Inhalte" ortete und ein Verbot der Veranstaltung forderte. Kritik kommt auch vom Antifa-Netzwerk, das eine direkte Verbindung zur rechten Szene ortet.

Anhaltspunkte für ihre Kritik an den Bands und deren Musikern findet die Katholische Jugend in den Bandnamen sowie in Interviewsequenzen: Angekündigt sei etwa die Band "Moredhel", die u.a. ein Album mit dem Titel "Burn your local church" veröffentlicht hat. Der Bassist der Band sei außerdem auch in der als rechtsextrem einzustufenden Band "Camulos" aktiv, die ein Album mit dem Titel "Der Untermensch mit Namen Christ" veröffentlich hat. Der Schlagzeuger der Band "Selbstentleibung" habe außerdem in einem Interview mit dem Magazin "Enemy of God" behinderte Menschen herabgewürdigt, indem er sagte, es mache ihn "krank zu sehen wie der ganze Abschaum die Intelligenten und Tapferen parasitiert".

Dies alles könne laut der Katholischen Jugend (KJ) nur als "widerwärtig" qualifiziert werden. Dagegen sei es der KJ ein "wichtiges Anliegen, die Erinnerung an die nationalsozialistische Vergangenheit unseres Landes aufrecht zu erhalten und die Jugend mit diesem Thema zu sensibilisieren, um aus der Geschichte zu lernen, damit so etwas nie wieder passiert".

Zuletzt hat Anfang Juli ein Gebetsaufruf des St. Pöltner Bischofs Klaus Küng für Fans des "Death-Metal" für Aufsehen gesorgt. Anlass war das für 5. bis 7. Juli geplante "Extremefest", das laut Küng in seiner "Bild- und Tonsprache" durchzogen sei "von aggressiv-okkulten Bandnahmen, Blut und Gewalt-Anspielungen und verstörenden Bildern".

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