25 Juli 2012, 17:00
203 leitende Pfarrer, 154,5 weitere Priester und ein Gläubigenmangel
 
Hildegard13
 
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Das Bistum Augsburg hat mit Wirkung vom 13. Juli die pastorale Raumplanung in Kraft gesetzt und dies heute bekannt gegeben

Augsburg (kath.net/pba/red)
Bischof Konrad Zdarsa hat mit Wirkung vom 13. Juli 2012 die Pastorale Raumplanung für die Diözese Augsburg sowie den Orientierungsrahmen für die pastoralen Berufe in der Territorialseelsorge für zunächst fünf Jahre in Kraft gesetzt. Dies teilte das Bistum heute mit. In einer Sonderausgabe des Amtsblatts der Diözese Augsburg ist die Planung für jede Seelsorgeeinheit im Bistum nachzulesen. Zug um Zug sollen dabei die Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften bis zum Jahr 2025 zu 203 neuen Seelsorgeeinheiten zusammenwachsen. In der Pfarreiseelsorge werden dann voraussichtlich 203 leitende Pfarrer, 154,5 weitere Priester zur Mitarbeit und 218 pastorale Mitarbeiter tätig sein. Die Diözese Augsburg steht laut eigenen Angaben vor großen Herausforderungen, wie z. B. die "besorgniserregende demographische Entwicklung, spürbarer Priester- und Gläubigenmangel". Es gäbe aber auch einen starke Rückgang bei allen hauptamtlichen pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

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Bischof Konrad Zdarsa schreibt in seinem Vorwort zu der neuen Planung: „Gerade auch auf diesem Hintergrund dürfen die Grenzen der Belastbarkeit von Priestern und pastoralen Mitarbeitern/-innen nicht aus dem Blick geraten. Ebenso sind die verständlichen Ängste und Sorgen der Gläubigen wahrzunehmen“. Die Pastorale Raumplanung solle dabei einen gesicherten „äußeren“ Rahmen darstellen, innerhalb dessen die weitere inhaltliche pastorale Ausgestaltung erfolgen muss. „Ich möchte ermutigen und motivieren, die anstehenden Veränderungen als Chance zu begreifen. Dabei ist es unverzichtbar, dass wir uns auf die Wurzeln und die Kraft unseres katholischen Glaubens besinnen, dass wir den Aufbruch wagen, die missionarische Ausstrahlung unseres Glaubens entfalten und die Menschen für den Glauben begeistern“, schreibt der Augsburger Bischof.
Gegen Mitte März des letzten Jahres war der erste Entwurf zur Raumplanung versandt worden. Seitdem hat es zahlreiche Gespräche, Diskussionen und Rückmeldungen zu den Planungen gegeben.

Generalvikar Harald Heinrich sagt im Hinblick auf die anstehenden Veränderungen: „Es ist mir sehr bewusst, dass diese Raum- und Personalplanung oftmals ein tiefgreifender Einschnitt sein wird und die weit wichtigeren Fragen der künftigen Gestaltung der pastoralen Arbeit noch vor uns stehen. Ein großes Anliegen ist es mir, Ihnen allen und den Mitgliedern der Pfarrgemeinderäte und Kirchenverwaltungen für ihr Engagement und die investierte Zeit für diese Planungsfragen herzlich zu danken. In den letzten Monaten war ich oftmals zu Gesprächen vor Ort. Immer wieder hat mich bei all den Schwierigkeiten der Diskussion und den damit verbundenen Emotionen die wohlwollende, positive und konstruktive Atmosphäre der Gespräche beeindruckt. Nochmals mein herzlichstes Vergelt’s Gott“.






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