23 Juli 2012, 11:45
Küng: 'Weg der Erneuerung der Kirche führt über die Familie'
 
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Mehr als 180 Familien beim 10. Jungfamilientreffen in Pöllau - Schönborn: "Wir sind am Ende der Fortschrittsideologie angekommen"

Graz (kath.net/KAP) Die Bedeutung der Familie als "wichtigste Keimzelle für Kirche und Gesellschaft" hat der St. Pöltner Diözesanbischof Klaus Küng unterstrichen. "Der Weg der Erneuerung der Kirche führt über die Familien", sagte Küng beim Abschluss des zehnten "Jungfamilientreffens", das am Wochenende im steirischen Pöllau zu Ende gegangen ist. 180 Familien mit über 400 Kindern waren vom 17. bis 22. Juli zu einem umfangreichen und bunten Familienprogramm unter dem Motto "Wähle also das Leben" zusammengekommen.

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Neben Bischof Küng hatte zuvor bereits Kardinal Christoph Schönborn in Pöllau auf die Bedeutung der Familie für die Gesellschaft verwiesen: "Das Überlebensnetzwerk der Zukunft ist die Familie", unterstrich der Wiener Erzbischof bei seinem Vortrag am 20. Juli. Der Familie werde gerade in Krisenzeiten und in Zeiten eines steigenden gesellschaftlichen Drucks wieder neue Bedeutung zukommen: "Wir sind am Ende der Fortschrittsideologie angekommen. Das Wachstum kommt unerbittlich an die Grenze", so Schönborn. Gerade bei den wichtigen Zukunftsfragen nach einer neuen Verteilungsgerechtigkeit werden Familien eine Schlüsselrolle spielen, zeigte sich der Kardinal überzeugt.

Neben Freizeitaktivitäten und Kinderprogramm kam beim Jungfamilientreffen auch die "geistliche Komponente" mit Vorträgen, Gebets- und Gesprächsrunden nicht zu kurz, wie der Veranstalter und Leiter der Initiative Christliche Familien (ICF), Robert Schmalzbauer, in einer Aussendung am Montag betonte. Neben Kardinal Schönborn und Bischof Küng, der auch den Abschlussgottesdienst am Sonntag leitete, referierte der Heiligenkreuzer Altabt Gregor Henckel-Donnersmarck in Pöllau. Zu den Höhepunkten zählte außerdem die traditionelle Familienwallfahrt mit Diözesanbischof Egon Kapellari am Samstag auf den Pöllauberg.

Insgesamt sei auch dieses zehnte Familientreffen wieder ein "großer Erfolg und Ansporn für die künftigen Jahre", so Schmalzbauer. Zufrieden mit dem Treffen zeigte sich gegenüber "Kathpress" auch "Familienbischof" Küng. In Pöllau geschehe Jahr für Jahr "etwas ganz Ungewöhnliches, etwas Prophetisches": Es sei ein "echtes Zeichen der Hoffnung für Kirche und Gesellschaft von morgen", wenn so viele Familien und Kinder zusammenkommen, um miteinander die Ferien zu verbringen und diese intensive Zeit auch mit Gebet und dem Lobpreis Gottes verbinden, sagte der St. Pöltner Bischof.

Dem Jungfamilientreffen ging das traditionelle Pöllauer Jugendtreffen vom 10. bis 15. Juli voraus, an dem u.a. der Grazer Weihbischof Franz Lackner teilnahm. 1992 versammelte das erste Treffen, getragen von Priestern und Jugendlichen aus charismatischen Gebetskreisen, rund hundert junge Menschen. Mittlerweile sind es ca. 500 Jugendliche ab Firmalter, die alljährlich an dem Treffen teilnehmen.

Katechese Kardinal Schönborn in Pöllau




Katechese Bischof Küng Pöllau






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Foto: (c) Jungfamilientreffen Pöllau

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