
Las Vegas (kath.net/CNA/pl) „Ich vergebe ihm, um auf dem Pfad des Lebens zu gehen. So steht es in der Bibel. Ich vergebe ihm, weil ich an Gott glaube.“ Das sagte Arturo Martinez-Sanchez (Foto) über den Mörder seiner Frau und seiner Tochter bei einer Pressekonferenz in Begleitung seiner zwei überlebenden Söhne.
Die Familie von Martinez-Sanchez war im April 2012 in ihrem Zuhause vom 22-jährigen Brian Clay angegriffen worden. Dieser vergewaltigte die 38-jährige Ehefrau und Familienmutter Yadira und die zehnjährige Tochter Karla, dann schlug er die beiden mit einem Hammer tot.
Der Vater blieb schwerverletzt zurück, die beiden Söhne Christopher und Alejandro wurden nicht in die Gewalttat verwickelt. Martinez-Sanchez erlitt schwere Hirnverletzungen, er musste sich zwei Gehirnoperationen unterziehen und ist wegen starker Beeinträchtigungen weiter in Behandlung. Die Familie kannte den Täter zuvor nicht.
Arturo Martinez-Sanchez, ein Amerikaner mexikanischer Abstammung, betreibt ein Sportstudio für Boxer. Der 39-Jährige ist katholisch aufgewachsen und sagt, dass es seine katholische Erziehung gewesen sei, die ihm klar gemacht habe, dass er dem Mörder vergeben müsse. Vergebung „ist nicht ein Wahlangebot, das uns Gott macht. Sondern ein Gebot“.
„Ich liebe meine Yadira. Ich liebe meine Karla. Ich liebe meine beiden Söhne. Wir alle lieben Jesus.“ Doch das Gebot an ihn sei, dem Mörder zu vergeben. Dies sei eine Verantwortlichkeit „irgendwie zwischen Gott und mir“, niemand sonst sei damit verwickelt. „Die Bibel sagt: Du vergibst diesem Herrn und dir selbst wird vergeben. So ist das.“ „Yadira und meine Tochter Karla warten im Himmel auf mich und meine Söhne“, sagte er unter Tränen.
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