
Bamberg/Stettin (kath.net/bbk) Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat dazu aufgerufen, Kinder und Jugendliche wieder für die Kirche und den Glauben zu begeistern. „Gerade viele junge Menschen irren heute wie Schafe umher, die keinen Hirten haben“, sagte er in Anspielung auf das Tagesevangelium am Sonntag in einem Festgottesdienst zum Domjubiläum in Stettin. In Deutschland wie in Polen würden sich viele vom Glauben abwenden, aus der Kirche austreten und den Gottesdiensten fernbleiben. Das füge der Kirche Sprünge, Risse und Abbrüche zu. „Die Menschen, die die Kirche verlassen, verlieren die Orientierung, die die Zehn Gebote geben. Sie werden schwach im Glauben an Gott, was den Verlust an Hoffnung und Zuversicht im Leben mit sich bringt. Ihnen kommt der Sinn des Lebens abhanden, was pessimistisch und haltlos macht“, stellte der Erzbischof fest. Gott fordere uns auf, alles zu tun, damit wir diese Menschen wieder zurückführen zur Kirche.
Erzbischof Schick erinnerte daran, dass Papst Benedikt XVI. ein Jahr des Glaubens ausgerufen habe. „Tun wir alles, dass besonders unsere Kinder und Jugendlichen die Kirche verstehen und lieben, in ihr leben und ihre Segnungen empfangen“, betonte der Bamberger Oberhirte.
Schick predigte in Stettin anlässlich des Jubiläums der dortigen Kathedrale. „Wenn wir Jubiläen von Kirchen feiern, 825 Jahre St. Jacobus-Kathedrale in Stettin und 1000 Jahre Bamberger Dom, dann muss uns das darauf aufmerksam machen, dass wir in der katholischen Kirche einen wunderbaren Schatz haben, der alle reich machen kann und an dem alle teilhaben sollen“, sagte Bischof Schick. Aus diesem Bewusstsein müsse apostolischer und missionarischer Geist erwachsen, „der unsere Mitchristen in die Kirche führen soll, damit sie eine gute Zukunft haben“.
Erzbischof Schick erinnerte zudem an den heiligen Otto, dessen Wirken Bamberg und Stettin verbinde. Otto war im 12. Jahrhundert Bischof von Bamberg und hat den Pommern den Glauben gebracht. Johannes Paul II. habe ihn in seiner Ernennungsurkunde aufgerufen, immer ein Bischof nach dem Vorbild des heiligen Otto zu sein, sagte Erzbischof Schick. Dies sei ihm Mahnung und Verpflichtung zugleich. „Der heilige Otto soll uns in Stettin und Bamberg Vorbild und Inspirator für unser heutiges christliches und kirchliches Leben sein“, betonte Erzbischof Schick.
Foto Erzbischof Schick: (c) Erzbistum Bamberg
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