18 Juli 2012, 11:55
Diözese Linz, ein Vorsitzender des Priesterrates und ein Anti-Rom-Kurs
 
Hildegard13
 
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Der Vorsitzende des Priesterrates der Diözese Linz fordert die Diakonatsweihe für Frauen und den Einsatz von Priestern, die ihr Amt wegen einer Eheschließung nicht ausüben.

Linz (kath.net/jg)
Hans Padinger, Vorsitzender des Priesterrates der Diözese Linz fordert eine „Öffnung in alle Richtungen“ um die Seelsorge in Zukunft sicher zu stellen. Die Zulassung von Frauen zur Diakonatsweihe wäre „ein wertvoller erster Schritt“. Wörtlich sagte er: "Die Grenzen des Geschlechts bedürfen einer Veränderung." Weiters sollten Priester, die ihr Amt nicht ausüben, weil sie geheiratet haben, in der Seelsorge eingesetzt werden, verlangt Padinger laut einem Bericht der „Oberösterreichischen Nachrichten“ (OÖN).

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In der Frage nach den Kompetenzen für Laien bedarf es nach Padingers Ansicht „klare Regeln“. Konkret geht es ihm um die Frage, ob Laien in der Eucharistiefeier predigen oder Taufen spenden und Ehen schließen dürfen, wenn kein Priester verfügbar sei. „Ich würde es sehr begrüßen, wenn sich die Bischofskonferenz hier zu klaren Regeln durchringen könnte“, wird Padinger in den OÖN zitiert. Laut Kirchenrecht ist die Predigt dem Priester oder Diakon vorbehalten (can. 767, §1). Gleiches gilt für die Spendung der Taufe (can. 861, §1), ausgenommen die Nottaufe, die auch von Laien gespendet und sogar von Nichtchristen gespendet werden darf, wenn diese die rechte Intention haben (can. 861 §, 2). Das Sakrament der Ehe spenden die Brautleute einander gültig unter Assistenz eines Priesters oder Diakons (can. 1108, §1). Wenn kein Priester oder Diakon verfügbar ist, kann der Ortsbischof Laien zur Eheschließungsassistenz delegieren (can. 1112, §1).

Hintergrund für den Vorstoß Padingers ist die Tatsache, dass 165 der 474 Pfarren der Diözese Linz keinen eigenen Priester haben. Viele der aktiven Priester seien bereits über 70 Jahre alt, fügt Padinger hinzu. Deshalb sei die Situation „bedrängend“. Zwar sei der Einsatz von Seelsorgeteams zu begrüßen, bei denen sich Laien ehrenamtlich in der Leitung einer Pfarre engagieren. Dieses Konzept sei aber auf die Dauer nicht genug, sagt Padinger, der selbst Pfarrer in Peuerbach ist.

Kath.net hat in dieser Sache den Linzer Diözesanbischof Ludwig Schwarz um eine Stellungnahme ersucht. Dieser zeigte sich in einem Telefongespräch mit KATH.NET über die Aussagen nicht begeistert, wollte die Stellungnahme aber nicht kommentieren. Er kündigte an, dass er mit Padinger sprechen werde.

Kontakt Bischof Schwarz


Foto: (c) Diözese Linz; Hans Padinger (links) und Bischof Schwarz (rechts)






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