
Vatikanstadt (kath.net/KAP) Papst Benedikt XVI. hat die Reform des Karmeliterordens vor 450 Jahren durch Teresa von Avila (1515-1582) gewürdigt. Diese sei eine radikale Rückkehr zu den ursprünglichen strengen Regeln des Ordens in einer zunehmend verweltlichten Umgebung gewesen, heißt es in einer päpstlichen Botschaft zur Gründung des spanischen Klosters San Jose di Avila vor 450 Jahren, die am Montag vom Vatikan veröffentlicht wurde.
Theresa von Avila habe mit ihrer Initiative die Bildung neuer Klöster fördern wollen, schreibt der Papst in dem Brief an den Bischof von Avila, Jesus Garcia Burillo. Mit ihrer Abkehr von der damals geltenden milderen Ordensregel habe sie für die persönliche Begegnung mit Gott Raum schaffen wollen. Sie habe Einsamkeit vorgeschrieben, um eine innere Sammlung zu ermöglichen. Dies sei auch in der heutigen schnelllebigen Welt vonnöten, so Benedikt XVI.
In dem von der heiligen Teresa 1562 gegründeten Frauenkloster von Avila in Zentralspanien nahm die Reform des Karmeliterordens ihren Anfang. In ihrem Mittelpunkt standen eine strenge Klausur und die Kontemplation. Die Reform mündete im Jahr 1593 in der vollständigen Abtrennung der "Unbeschuhten Karmeliten" von ihrem Stammorden. Dessen Ursprünge reichen bis zum Anfang des 13. Jahrhunderts zurück. Damals gründeten Eremiten auf dem Berg Karmel im heutigen Israel eine Gemeinschaft.
Heute zählen der weibliche und der männliche Zweig der "Unbeschuhten Karmeliten" insgesamt rund 4.000 Mitglieder. Der Generalsuperior residiert in Rom.
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